Benefizgala
Lustvoll speisen für guten Zweck
22.11.2009 | 15:20 Uhr 2009-11-22T15:20:00+0100Kamp-Lintfort. Die Rotary Clubs Moers und Grafschaft Moers sowie Wellings Parkhotel luden zur großen Benefizgala, bei der vier Bürgermeister kochten. 15000 Euro kamen so für Polioimpfungen zusammen, die Kinder in der Dritten Welt auch heute noch dringend benötigen.
Mit 15 000 Euro kann man sich eine Weltreise gönnen – aber auch viele viele Kinder in der Dritten Welt gegen Polio impfen. Diese Summe kam am Freitagabend auf der Benefizgala der Rotary-Clubs Moers und Grafschaft Moers & Wellings Parkhotel im gleichnamigen Hotel zusammen. Die Stadtoberhäupter der „Wir4”-Städte servierten 140 Gästen ein Spitzenmenü. Motto: „Bürgermeister kochen gegen Polio”.
Kamp-Lintforts Bürgermeister Dr. Christoph Landscheidt, wie seine Kollegen auch privat in der Küche aktiv, reüssierte mit einer Vorspeisenkombination aus Jakobsmuscheln, Lachs und Royal Garnelen an herbstlichem Wildblattsalat. Nach dieser Eröffnung spielten die Künstler Katharina Apel-Hülshoff am Violoncello und Bernd Puschmann am Klavier Ausschnitte aus Werken des Komponisten Robert Schumann.
Mit Tschaikowsky zum Hauptgang
Dann servierte Neukirchen-Vluyns Bürgermeister Harald Lenßen eine Essenz vom Kalbsschwanz mit eigenen Ravioli. Lenßen philosophierte kenntnisreich über die „Essenz” als solche. Nach Klassik-Meister Peter Tschaikowsky war es Zeit für den Hauptgang: Filet vom Zander, kross auf der Haut gebraten auf Rahmsauerkraut mit Sesamkartoffeln. Bürgermeisterin Erika Scholten aus Moers erläuterte ihrem Publikum den Zander im Wandel, stellvertretend für den terminlich gebundenen Norbert Ballhaus.
Den zweiten Hauptgang präsentierte, nach einem weiteren musikalischen Intermezzo, Parkhotel-Küchenchef Wolfgang Labudda: rosa gebratene Hüfte vom heimischen Weiderind mit Rotweinglace und Zwiebel-Pfeffer-Marmelade sowie Ragout von jungem Herbstgemüse. Alternativ gab es geschmorte, niederrheinische Bauernente mit Orangensauce, Feigenrotkohl und Kartoffelklößen.
Fröhliche Gesichter bewirkte auch das Dessert von Rheinbergs Bürgermeister Hans-Theo Mennicken: eine Schokoladen-Ingwer-Mousse mit karamelliserten Rosmarinäpfeln und Vanille-Krokant-Eisparfait. Perfekt.
Dank vieler Sponsoren konnten die Kosten für das Dinner auf jeweils 25 Euro gesenkt werden. Über die Differenz zum preis von 75 beziehungsweise 90 Euro hinaus legten die Gourmets noch großzügig viele Euro „drauf”. Es ging ja schließlich um die gute Sache.
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