Logport-Gelände: Altlasten werden geprüft

Auch der Umgang mit dem Naturschutz auf dem Logport-Gelände wurde im Ausschuss diskutiert
Auch der Umgang mit dem Naturschutz auf dem Logport-Gelände wurde im Ausschuss diskutiert
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Stadtentwicklungsausschuss informierte sich über den Stand der Dinge beim Großprojekt auf dem ehemaligen Zechengelände

Kamp-Lintfort..  Bevor sich wie erhofft gegen Ende des Jahres erste Unternehmen auf dem Logport-Gelände einrichten, muss die Stadt die Flächennutzungsplanänderung und den Bebauungsplan auf den Weg bringen. Angesichts fünf parallel laufender Verfahren ein „ordentliches Päckchen Arbeit“, so Planungsamtsleiterin Monika Fraling im Stadtentwicklungsausschusses. In der Sitzung am Dienstag gab es den neuesten Zwischenstand, im Juni soll das Gesamtpaket in der letzten Ratssitzung vor den Ferien abgesegnet werden.

Einen Schritt weiter

Nahezu abgeschlossen ist die Regionalplanänderung, das sogenannte Abschlussbetriebsplanverfahren zur Entlassung der Flächen aus der Bergbauaufsicht läuft und ist für Ende Mai avisiert. Das wasserrechtliche Plangenehmigungsverfahren zur Öffnung des Vinnbruchgrabens ist beendet. Damit, heißt es seitens der Verwaltung, sei das Bauleitplanverfahren einen wesentlichen Schritt weiter gekommen.

Analyse läuft

Vor allem zwei Punkte beschäftigten die Ausschussmitglieder – das Thema Altlasten auf der ehemaligen Kohlenlagerfläche und der Naturschutz. Für die RAG gilt es, einen Teilbereich der Fläche zu sanieren. Dieser Bereich wurde im März ausgekoffert und das Aushubmaterial zwischengelagert. Baugrube und Aushubmaterial werden derzeit analysiert. Sobald die Ergebnisse feststehen, will die RAG über den weiteren Umgang mit dem Material entscheiden. Über die Altlastsituation wird die RAG auch in der heutigen Sitzung des Umweltausschusses (15 Uhr) berichten.

Kritisch hatte sich in einem Schreiben vom Oktober letzten Jahres das Landesbüro der Naturschutzverbände NRW zu Wort gemeldet. Moniert wurde unter anderem ein schlüssiges Gesamtkonzept, ebenso wie unzureichende Angaben zum Artenschutz und insbesondere das Maßnahmekonzept für die unter Schutz stehende Kreuzkröte. Grünen-Fraktionschef Tuschen hakte in der Sitzung nach und fragte nach Details zur geplanten Umsiedlung der Krötenpopulation.

Kämmerer Martin Notthoff erläuterte den neuesten Sachstand. Demnach sollen die Kreuzkröten nicht mehr umgesiedelt werden, sondern vielmehr „am Eindringen auf die Kohlenlagerfläche gehindert werden“.