Lkw-Sperrung der A-40-Rheinbrücke wird für Spediteure teuer

Ab 12 Uhr am Dienstag sperrte die Polizei die Autobahnbrücke der A40 zwischen Duisburg-Homberg in Fahrtrichtung Essen für LKW. Ab dem Kreuz Moers müssen die Brummis jetzt ausweichen.
Ab 12 Uhr am Dienstag sperrte die Polizei die Autobahnbrücke der A40 zwischen Duisburg-Homberg in Fahrtrichtung Essen für LKW. Ab dem Kreuz Moers müssen die Brummis jetzt ausweichen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Seit Dienstag ist die Brücke der A 40 in Richtung Duisburg für LKW gesperrt. Für Logistikunternehmer beiderseits des Rheins brechen schwere Zeiten an.

Duisburg/Moers.. Jetzt wird es ernst: Seit Dienstag um 12 Uhr ist die Rheinbrücke der A 40 in Richtung Dortmund für Lkw gesperrt, und für Pkw steht auch nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Noch am Morgen bildeten sich rekordverdächtige Staus, zeitweise standen die Wagen bis Kerken. Berufspendler und Spediteure sind gleichermaßen betroffen.

Ob sich in den nächsten Wochen die Verkehrssituation zwischen Moers und Homberg für die Pendler entspannt, weil die Brummis ab dem Moerser Kreuz brav auf die A 57 oder die A 42 abbiegen, darüber traut sich auch die Autobahnpolizei keine Prognose zu. Allerdings ist man mit dem Verlauf des ersten Tages zufrieden. „Jetzt läuft es ganz gut“, erklärte Polizeihauptkommissar Jochen Schütt am Nachmittag gegen 16.15 Uhr, gut vier Stunden nach Beginn der Sperrung. Um diese Zeit hatten seine Kollegen gerade einen deutschen und einen polnischen Lastwagen „abgefischt“. Zuerst seien es viele Lkw-Fahrer gewesen, „die da reinfuhren, aber wir ziehen die Lkw jetzt in den Fahrbahnteiler rein.“

60 Beamte in mehreren Schichten im Einsatz

Dann wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet und der Fahrer in die letzte Autobahnausfahrt vor den Brücke geschickt. 60 Beamte sind in mehreren Schichten rund um die Uhr im Einsatz, um die Sperrung durchzusetzen. Eine Befristung dieses Einsatzes ist nicht geplant; man werde so lange kontrollieren, wie es notwendig sei, erklärt Jochen Schütt. Gewissermaßen das Highlight des Tages war ein Schwertransporter mit einem Gewicht von 70 Tonnen, der unbedingt über die Brücke wollte. „Der hätte sowieso nicht drüber gedurft“, schüttelt Jochen Schütt den Kopf.

Dirk Schulze ist Geschäftsführer von Schulze & Sohn in Neukirchen-Vluyn, er unterhält 19 Fahrzeuge und beschäftigt 45 Mitarbeiter . Die Spedition fährt Sammelgut für einen großen Logistiker auf der anderen Rheinseite, direkt hinter der Brücke, vier Mal am Tag. Während des Gesprächs mit der Redaktion kommt ein Fahrer zurück. „Michael, wie lang brauchst Du jetzt?“, ruft der Firmenchef, und der Fahrer ruft zurück: „Eineinhalb Stunden.“ Bislang dauerte der Rückweg von Kempen nach Duisburg nur 30 Minuten, aber die Zeiten sind wohl erst einmal vorbei. „Am Moerser Kreuz können die Fahrer sich aussuchen, ob sie Richtung Kamp-Lintfort oder Krefeld fahren.“ Zeit kostet es allemal – und eine Menge Geld.