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Kriminalität

LKA untersucht, ob Audi-Bande auf der A57 verunglückte

02.02.2016 | 09:00 Uhr
LKA untersucht, ob Audi-Bande auf der A57 verunglückte
Ende einer Flucht: Im diesem Auto saßen drei mutmaßliche Einbrecher. Zwei wurden getötet, einer schwerst verletzt. Foto: Guido Schulmann

Kamp-Lintfort/Krefeld.   Nach der tödlichen Flucht einer Einbrecher-Bande überprüfen Polizei und LKA, ob Krefelder Einbruch in Zusammenhang mit Automaten-Sprengungen steht.

Mit welcher Geschwindigkeit der graue Audi in der Nacht zu Montag in Höhe der Abfahrt Asdonkshof in die Leitplanken der A 57 krachte, wird höchstens noch ein Sachverständiger beantworten können. Bei dem Unfall starben zwei Männer, einer wurde schwerst verletzt – wahrscheinlich handelt es sich um drei Einbrecher, die auf der A 57 in Richtung Holland flüchteten.

Um 3.16 Uhr wurde der Polizei in Krefeld ein Einbruch in ein Mobilfunkgeschäft in Uerdingen gemeldet. Die Täter ließen fabrikneue Smartphones mitgehen und flüchteten in einem grauen Kombi; mehr war der Polizei zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Etwa eine Viertelstunde später ging bei der Autobahnpolizei ein Notruf ein: Ein grauer Kombi war in Höhe Asdonkshof verunglückt.

Den Polizisten und Rettungskräften muss sich vor Ort ein schauderhaftes Bild geboten haben. Die drei Männer, die im Audi saßen, waren aus dem Wagen geschleudert worden, als der Wagen nach rechts von der Fahrbahn abkam, gegen einen Baum und mehrere Leitplanken prallte.

Verletzter ist laut Polizei mittlerweile außer Lebensgefahr

Der völlig zerstörte Audi blieb drei Meter tiefer neben einem Regenrückhaltebecken liegen – der Motor war herausgerissen, der Vorderwagen praktisch nicht mehr vorhanden. Die hintere Fahrzeugpartie sah aus wie ein Stück zerknitterter Alufolie, die Räder waren von der Achse gerissen. Alle drei Insassen wurden bei dem Unfall aus dem Auto katapultiert; einer verstarb noch an der Unfallstelle, ein Weiterer nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus. Der dritte Mann wurde sehr schwer verletzt, allerdings bestand Montagnachmittag laut Auskunft der Polizei keine Lebensgefahr mehr.

An der Unfallstelle und im Audi fand die Polizei Einbruchswerkzeug und Smartphones, was einen Zusammenhang mit dem Einbruch in Uerdingen vermuten ließ. Zudem waren sowohl im November der Audi als auch das daran befestigte KLE-Kennzeichen als gestohlen gemeldet worden. Über die Identität der Toten vermochte die Polizei Krefeld gestern noch keine Informationen zu geben, da die Insassen des Audi keinerlei Papiere dabei hatten. Und der Überlebende war noch nicht vernehmungsfähig.

War es die Audi-Bande? LKA und Polizei Krefeld tauschen Erkenntnisse aus

Schnelles Auto, dunkle Farbe, Einbruch in einen Telefonladen, Fahrtrichtung Niederlande – sind das Hinweise auf die sogenannte Audi-Bande, die Geldautomaten in ganz Nordrhein-Westfalen in die Luft jagen soll? Den Namen haben die Täter wegen der schnellen dunklen Limousinen, mit denen sie flüchten.

Nicht nur die Krefelder Polizei interessiert sich für das Autowrack und die mutmaßlichen Einbrecher. Wie Frank Scheulen, Sprecher des Landeskriminalamtes in Düsseldorf auf Anfrage mitteilte, wird die Ermittlungsgruppe „Heat“ des LKA mit der Krefelder Kripo ihre Erkenntnisse austauschen und einen DNA-Abgleich mit gesicherten Spuren aus einer früheren Automaten-Sprengung vornehmen.

Harry Seelhoff und Elke Silberer

Kommentare
02.02.2016
18:56
LKA untersucht, ob Audi-Bande auf der A57 verunglückte
von maggiet | #10

ich kann da auch kein Mitleid haben. Glücklicherweise ein paar Verbrecher weniger.

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2016-02-02 09:00
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