Linke kritisiert Beschluss für neue Eisshalle
29.06.2011 | 18:25 Uhr 2011-06-29T18:25:00+0200Die Links-Fraktion im Rat der Stadt Moers kritisiert die Entscheidung des Enni-Verwaltungsrates zum Bau einer neuen Eissporthalle.
Dies sei angesichts der desolaten Haushaltslage falsch und ausschließlich dem Wahlversprechen der FDP geschuldet, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Kaenders: Sie hatte im Verwaltungsrat gegen den Neubau votiert.
Bei dem wesentlich attraktiveren Angebot in den umliegenden Eishallen werden sich die Besucherzahlen nicht wesentlich verbessern, so dass jede Eintrittskarte in die Moerser Eishalle mit fast 15 Euro bezuschusst werden muss, schreibt Gabriele Kaenders in einer Pressemitteilung. Sie fürchtet, dass die Nachfrage sinken und der Zuschussbedarf steigen wird.
Auch den Umbau des Bettenkamper Meeres bezeichnet die Linke wegen der „halbherzigen Herstellung einer angeblichen Barrierefreiheit“ als inakzeptabel. So werde kein barrierefreier Zugang zum Wasser errichtet.
Auf Sparkurs ist die Linke auch bei den Friedhöfen, deren Betrieb die „Enni Stadt & Service“ kürzlich übernommen hatte. Schließungen oder Teilschließungen „der viel zu vielen Moerser Friedhöfe“ dürfte kein Tabu sein, schreibt Kaenders. Wie bei fast allen öffentlichen Gebäuden und Straßen in Moers zeige sich auch hier, dass Verwaltung und Politik die Friedhöfe „haben systematisch verkommen lassen“, so dass es nun einen Renovierungsstau gebe. Dabei seien die Beerdigungskosten in Moers trotz allem höher als in den meisten anderen Kommunen. Die Gebühren habe man in den letzten Jahren sowieso nur mit trickreichen Umstellungen von der AöR in den städtischen Haushalt halten können.
23:37
Angesichts der desolaten Haushaltslage ist es egal was mir der 5 Millionen- Ausschüttung der ENNI GmbH geschieht. Die Millionen laufen, wie beschlossen, am Haushalt der Stadt vorbei und werden bei der Sport & Bäder GmbH gebunkert. Mit dieser Selbstbedienungskasse realisieren die Regierenden ihre Wünsche durch die Stadt & Service AöR. Da die Wünsche sehr umfangreich sind bleibt für die Abtragung des Schuldenberges der Stadt nichts übrig. Und das schönste daran ist, man kann ohne kontrolliert zu werden mit dem Geld machen was man möchte. So lange es reicht.