Lindenstraße in Neukirchen-Vluyn ist freitags wieder offen

Hier darf man wieder durchfahren.s
Hier darf man wieder durchfahren.s
Foto: Christoph Karl Banski
Was wir bereits wissen
Der erste Tag der neuen Testphase lässt aber keine nachhaltigen Aussagen zu, da etliche Marktbeschicker gar nicht gekommen waren. Somit konnten auch keine Stände in die Hochstraße ausweichen.

Neukirchen-Vluyn..  Gestern war der erste Tag der neuen Testphase beim Freitagsmarkt im Dorf Neukirchen. Letztlich ist der Auftakt aber ziemlich in die Hose gegangen. Denn von den Marktbeschickern, deren Stände von der Lindenstraße in den erweiterten Eingangsbereich der Hochstraße verlegt werden sollten, war nur einer da. Von den anderen hieß es, sie seien im Urlaub. Und so war eine wesentliche Beobachtung die, dass die Lindenstraße nunmehr wieder für den Verkehr geöffnet ist – wovon auch etliche Autofahrer rege Gebrauch machten.

Rosemarie Uebel kann das nicht verstehen. „Das war doch eine schöne Lösung“, sagt sie über die bisherige Testphase inklusive der Sperrung für den Durchgangsverkehr. Es sei eine schöne Einheit gewesen. „Ist doch toll“, ruft derweil Gisela Geusken rüber, die mit ihrem Rad um die Ecke kommt. Sie habe zwar auch mal für die Sperrung unterschrieben. Allerdings seien nun die Stände an der Lindenstraße ja weg und im Eingangsbereich der Hochstraße. Theoretisch zumindest. Wie sich die Aufstellung künftig gestaltet, wird sich noch zeigen.

Gespräch über den Sinn

Und schon kam eine muntere Diskussion über den Sinn der neuen Testphase auf. Ob die Politik nichts anderes zu tun habe, als drei Jahre über drei Marktstände zu diskutieren, fragte Anita Weil, die aus Oberhausen hierher gezogen ist. „Das Dilemma ist, dass wir hier keine Einkaufsmöglichkeiten mehr haben“, fügte Rosemarie Uebel hinzu.

Das werde sich ändern, wenn der Lebensmittelmarkt beim Erziehungsverein fertig sei, meinten andere. „Als die Straße gesperrt war, hatten wir hier einen Marktcharakter“, betonte Norbert Beck. Da sei auch der Sicherheitsaspekt ausreichend berücksichtigt gewesen. Die Dinge, die man habe, müsse man hervorheben, unterstreicht er und ist überzeugt, dass sich kostengünstige Lösungen ergeben. Sagen könne man an diesem Tag angesichts der reduzierten Besetzung noch nicht viel, hieß es auch von dem Damen vom Gemüsestand, der am angestammten Platz vor der Kirche zu finden ist. Und so werden auch Heiko Haaz (CDU) und Rainer Mantei (sachkundiger Bürger, SPD) noch nicht viel über den Auftakt der neuen Testphase berichten können.

Beide hatten sich einen Eindruck vom Geschehen gemacht. Die neue Aufstellung soll bis Ende des Jahres getestet werden. Ab Oktober dieses Jahres möchte die Stadt die bis dahin vorliegenden Erkenntnisse auswerten, damit noch in diesem Jahr eine Entscheidung über die künftige Aufstellung des Marktes fallen kann.