Leserklartext

Nachtabschaltung..  Das passt ja wie die Faust aufs Auge. Erst wird die Grundsteuer um rund 50% erhöht, dann werden die Laternen ausgeschaltet. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, denn nach der Nachtabschaltung kommen die Damen – die vom Ordnungsamt – und verteilen Knöllchen an die Besitzer der parkenden Autos ohne Standlicht. Wieder ein kleiner Beitrag zum Etat der Stadt. Wieso werden dann nicht alle Laternen ausgeschaltet; denn dann besteht wenigstens die Chance, dass beim Wiedereinschalten den Verantwortlichen für die finanzielle Misere der Stadt ein Licht aufgeht.
Hans Hollmann, Moers


Ich bin nur eine kleine Verkäuferin ohne Ahnung von sinnvollen und sinnlosen Ausgaben unseres Moerser Budgets. Aber eines weiß ich: Wenn Ihnen die Ausgaben für die Sicherheit Ihrer Mitbürger unsinnig erscheinen, wird es mir zukünftig unsinnig erscheinen, Sie zu wählen! Es gibt andere Möglichkeiten, die Beleuchtung billiger zu machen. LED-Lampen, Solarbetrieb etc. Überall in Moers gab es im letzten Jahr Baustellen, waren die neuen Kreisverkehre überall nötig? Überlassen Sie die Planung des Budgets für 3 Jahre einer Hand voll Hausfrauen, und sie werden überrascht sein, was alles geht!
Birgit Straßburg, Moers


Grundsteuer. In einem kaum zu überbietenden Akt der Zwangsabgabe erhöht Moers den Hebesatz und somit die Grundsteuer um mehr als 50 Prozent. Für uns sind das 300 Euro pro Jahr an zusätzlichen Kosten. Als purer Sarkasmus ist die Aussage zu werten: „Die Probleme, die mit der Erhöhung der Grundsteuer für die Grundstückseigentümer und jeden einzelnen Haushalt verbunden sind, wurden bei den Beratungen in den Gremien nicht außer Acht gelassen.“ – „Der guten Ordnung halber“ räumt man dem Steuerzahler den Widerspruch gegen den Bescheid ein, obwohl die Verantwortlichen genau wissen, dass ein solches Vorgehen kaum Aussicht auf Erfolg hat und bei der Kommune auch noch kostenpflichtig ist. Die ach so liebenswerte Stadt Moers mit ihrem selbstverschuldeten Nothaushalt und deren ausgegliederte Gesellschaften kennen nur Gebührenerhöhungen, ohne den echten Willen zu sparen oder eine Mehr-Leistung zu erbringen.
Karl-Heinz Schürgers, Moers

Alle Einwände gegen die Erhöhung werden einfach bis zur Lächerlichkeit erst auf Monate, dann auf Wochen und schließlich auf Tage und somit auf einen unscheinbar kleinen Betrag runter gerechnet, damit die Erhöhung dem Bürger nicht mehr so hoch vorkommt. Natürlich würden wir alle für die Stadt Moers die genannten 2 Pizzen im Monat oder das eine tägliche Brötchen verzichten. Wenn wir dies nicht schon längst gemacht hätten. Wie lange meinen Sie, dass Moers eine Großstadt mit über 100 000 Einwohnern bleibt? Womit wollen Sie denn neue Bürger locken? Lieber Herr Bürgermeister, Sie haben den Bogen mit Ihrer „Alternativlosen“-Politik überspannt. Wenn Sie keine Alternativen mehr sehen sollten, sollten Sie Ihren Posten räumen und Leuten die Chance geben, die noch Alternativen sehen. Natürlich werden auch diese notwendigen Schritte weh tun. Vielleicht muss das Schlosstheater geschlossen werden oder Leistungen eingeschränkt werden. Aber immer einfach den Bürger weiter ausquetschen kann es nicht sein.
Thorsten Löll, Moers

Die Koordinierungsarbeit für Flüchtlinge ist sinnvoll und notwendig. Aber ist diese Aufgabe nicht mit der bestehenden Stelle des Integrationsbeauftragten bei Stadt abgedeckt und wenn nicht, ist sie nicht sinnvollerweise dort zu erledigen? Befremdlich erscheint die Beauftragung des Bunten Tisches. Herr Azzoug ist Mitarbeiter der Stadt und zugleich der Vorsitzende des Vereins Bunter Tisch. Gibt es hier nicht einen Interessenkonflikt und hat das nicht ein „Geschmäckle“?
Tammo Bode, Moers