Leser trifft Jürgen Rüttgers in Essen
19.02.2010 | 19:00 Uhr 2010-02-19T19:00:00+0100
Moers/Essen. Udo Erich war einer von denjenigen NRZ-Lesern, die Ministerpräsident Jürgen Rüttgers beim „Bürgergspräch” im Essener NRZ-Forum auf den Zahn fühlen durften. Der gelernte Schreiner fühlte sich in der Runde sichtlich wohl.
„Es war ein buntes Völkchen: ein Philosoph, ein Lehrer, ein Student, ein Ex-Gewerkschaftsvorsitzender und ich, ein Handwerker. Menschen aus allen Bildungsschichten, von 18 bis 75.” Seine Meinung zu Jürgen Rüttgers nach dem Donnerstagabend: „Eine angenehme Person.”
Dem 43-jährigen Moerser liegen soziale Belange am Herzen. Seine Frage an den Ministerpräsidenten: Wie sieht es mit den Zuschüssen für das Essen in den Ganztagsschulen aus? Ginge es nach Udo Erich, dann dürften diese Zuschüsse nicht auf Hartz IV-Leistungen angerechnet werden. Wäre es nicht möglich, allen Kindern ein kostenloses Mittagessen anzubieten?
Hauptaugenmerk auf Hartz-IV-Empfänger
Jürgen Rüttgers legte in seiner Antwort das Hauptaugenmerk auf Hartz-IV-Empfänger; sie müssten zuerst unterstützt werden. Der Hinweis auf die leeren Kassen jedoch blieb dem Moerser dabei nicht erspart. „Ich habe dann noch das Thema der Moerser Kindertafel angesprochen, aber da kam ich nicht weit”, so Erich, „weil Herr Oppers einsprang.” Was der Sache genutzt habe, so der Moerser Handwerker, denn Chefredakteur Rüdiger Oppers habe dafür gesorgt, dass dieses wichtige Thema ausreichend gewürdigt wurde.
Eine zweite Frage konnte Erich aus Zeitmangel nicht stellen: „Soll die Kultur von Staats wegen ins Grundgesetz? Ich wäre dafür.” Und eigentlich wollte er Rüttgers eine weitere stellen: „Welchen Rotwein empfehlen sie?”
11:53
Finde ich gut!!! Ein stinknormaler Bürger, der sich für die lokalen Belange einsetzt. Der sich die Zeit nimmt, damit auseinanderzusetzen und dadurch etwas vielleicht zu bewegen! Hut ab! Weiter so!!