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Leerstand ist eine Schande

14.02.2008 | 19:34 Uhr

STADTENTWICKLUNG. Werbering-Geschäftsführer Harald Lenßen ärgert sich über Evonik-Haltung.

NEUKIRCHEN-VLUYN. Für den Leerstand der kleinen Ladenzeile auf der Ernst-Moritz-Arndt-Straße in Neukirchen hat Harald Lenßen "kein Verständnis". Der Geschäftsführer des Werberings Neukirchen-Vluyn ist sicher, dass die Evonik Wohnen GmbH, die für den Wohn- und Geschäftskomplex dringend einen Käufer sucht (wir berichteten), eher einen Interessenten finden würde, wenn die Ladenlokale vermietet wären. Doch obwohl Evonik abstreitet, Anschlussverträge zu verhindern, ist bekannt, dass Interessenten auf Anfragen keine Antworten erhalten oder lange vertröstet werden.

Und Harald Lenßen glaubt nicht, dass so "zügig" ein Interessent gefunden wird, wie es von Evonik gewünscht wird. "Das wird eine ganze Zeit dauern. Und es ist eine Schande, die Läden bis dahin leer stehen zu lassen. Für mich ist das absolut nicht nachvollziehbar, weil eine lückenlose Vermietung den Wert der Immobilie steigert und gleichzeitig attraktiver für mögliche Investoren macht", ist der Werbering-Geschäftsführer sicher.

Gleichzeitig ist er aber froh darüber, "dass sich Evonik endlich konkret geäußert hat. Jetzt können wir überlegen, wie wir damit umgehen werden." Allerdings weiß Lenßen auch, dass damit "den Pächtern und Mietern nicht geholfen ist", weil die immer noch nicht wüssten, was nun mit dem Komplex passiert.

Lenßen hofft und glaubt daran, dass Investoren nicht auf die Idee kommen, die Gebäudezeile mit den Geschäften und vermieteten Wohnungen abzureißen. "Wir brauchen die Läden dort zur Nahversorgung. Ein guter Branchenmix würde uns gut tun." (zak)

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