Landesgartenschau Kamp-Lintfort: Jetzt geht’s los

Bürgermeister Christoph Landscheidt, Hans-Peter Noll von der RAG und Hemers Bürgermeister Michael Esken brachen gemeinsam eine Lanze für das Konzept Laga 2020.
Bürgermeister Christoph Landscheidt, Hans-Peter Noll von der RAG und Hemers Bürgermeister Michael Esken brachen gemeinsam eine Lanze für das Konzept Laga 2020.
Foto: Christoph Karl Banski

Kamp-Lintfort..  Ein Wort fiel am Sonntagmorgen in der Stadthalle immer wieder: „Sie brauchen Begeisterung“, gab Michael Esken, Bürgermeister der Stadt Hemer, den rund 500 geladenen Gästen des Neujahrsempfangs mit auf den Weg für die Bewerbung zur Landesgartenschau 2020. Bürgermeister Christoph Landscheidt hatte die Mulitplikatorenrunde aus Politik, Wirtschaft, Hochschule, Kirchen, Vereinen und Verbänden genutzt, um mit einer Podiumsdiskussion für größtmögliche Beteiligung der Bürger zu werben.

Neben Esken, der vor fünf Jahren in Hemer erfolgreicher Gastgeber einer Landesgartenschau war, sprach auch Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien als Eigentümer der größten zu überplanenden Fläche, über die einmaligen Chancen einer Laga für die Stadtentwicklung.

„Das wird eine Ochsentour“, prophezeite Esken Bürgermeister Landscheidt bei der von Radio KW-Chefredakteur André Fritz moderierten Diskussion. Landscheidt müsse „den Virus Landesgartenschau implementieren und klar machen: Das machen wir hier für unsere Stadt.“ Er sprach rückblickend „von einem Sommermärchen“ in Hemer, das sich in vielfacher Hinsicht rentiert habe. Mit der Landesgartenschau habe man die Stadt Hemer „auf einen Schlag 20 Jahre weiter gebracht“. Die Laga habe die Stadt 60 Millionen gekostet. Knappe 20 Millionen habe man selbst aufgebracht, der Rest sei von Land und Sponsoren finanziert worden. „Kamp-Lintfort hat ein gutes Konzept“, lobte Esken, warnte aber zugleich: „Es gibt keine Blaupause für den Erfolg.“ Dafür gab er Tipps für den Besuch der Bewertungskommission im Herbst: „Versuchen Sie, das möglichst einstimmig rüberzubringen“, so sein Appell an die Ratsmitglieder. Und: „Überlassen Sie nichts dem Zufall.“ Er habe am Besichtigungstag sogar Mülltonnen wegräumen lassen und die Kommission mit über 5000 Bürgern empfangen.

„Auch, wenn es nicht gelingen sollte, den Zuschlag zu bekommen, ist das Engagement keine verlorene Mühe“, zeigten sich Hans-Peter Noll und Bürgermeister Landscheidt einig in ihrem Appell.

Die ersten Früchte ließen nicht lange auf sich warten: In die im Foyer ausgelegten Listen zur Gründung des „Förderkreises Landesgartenschau“ trugen sich die ersten direkt nach der Diskussion ein. Zweiter Schritt soll die Gründung eines Fördervereins sein. Auch der nächste Termin steht bereits fest – am 5. Februar sind alle Bürger zur „1. Öffentlichen Arena Landesgartenschau 2020“ in die Stadthalle eingeladen.

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