Laga: Nur ein zusätzlicher Parkplatz

Kamp-Lintfort..  Im Marketingkonzept zur Landesgartenschau gehen die Experten davon aus, dass eine Besucherzahl von insgesamt 845 000 Menschen realistisch ist, Minimum sollten 565 000 Gäste erreicht werden können. An Werktagen werden im Schnitt 3300 Besucher erwartet, an Wochenenden 8000. Wenn es ein Highlight gibt, müssen sich die Veranstalter auf bis zu 15 000 Besucher einstellen.

Die meisten von ihnen werden mit dem Auto anreisen. Deshalb haben sich die Experten entgegen ersten Überlegungen dazu entschieden, nur einen Haupteingang am Zechengelände einzurichten, damit der Verkehrsstrom und Reisebusse direkt vom Autobahnkreuz über die B 528 geleitet wird, und nicht die Innenstadt tangiert. Parken sollen die Autos unter anderem am Zechenparkplatz, an Wochenenden auch an der Hochschule, an Sonntagen im EK3 und an Spitzentagen auf dem Großparkplatz des Siemens-Geländes. Nur einen zusätzlichen Parkplatz will man anlegen, und zwar an der Kattenstraße. Der könnte später, wenn die Bahn wieder fährt, genutzt werden. Die Landesgartenschau 2020 beginnt – wenn sie an Kamp-Lintfort geht – abhängig von den Schulferien am Samstag, 4. April 2020 und endet mit den Herbstferien am Sonntag, 25. Oktober.

Auch einige Bürgerideen sind in die aktuellen Planungen eingeflossen: So soll es einen Erlebnisbauernhof geben, einen Klimawald, sogenannte senkrechte Landwirtschaft. Das Stephanswäldchen soll als „poetischer“ Ort dienen, als Lesewäldchen oder als Ort für Klanginstallationen. An der Sportanlage an der Eyller Straße könnte ein Gelände für Trendsportarten entstehen. Eine schöne Idee ist auch der Sternenweg, bei dem tagsüber viele kleine Lämpchen im Boden das Licht speichern und nachts den Weg erleuchten. Am 23. Juni entscheidet der Rat über die Bewerbung. Bürgermeister Landscheidt ist sich ziemlich sicher, dass da nichts anbrennen wird.