Lachen im Comedy Salon
14.12.2008 | 18:26 Uhr 2008-12-14T18:26:00+0100Weihnachtsgala bei Minrath war ausverkauft
Meistens kommt das Beste ja am Ende, bei der Comedy Salon Weihnachtsgala war es genau umgekehrt: Im Autohaus Minrath, das sich am Sonnabend zum zweiten Mal als Humortempel präsentierte, zog der Ex-Moerser Ludger K., „Berufsjugendlicher im Ruhestand”, augenzwinkernd auch über seine Heimtstadt her: „Früher hat meine Mutter immer gesagt: In Duisburg wohnen nur Asis. Wenn ich mir anschaue, welche Gestalten heute am Königlichen Hof ihre Geschäfte machen, habe ich den Eindruck, Moers und Duisburg haben sich etwas angeglichen.” Ganz andere Kost servierte das „Duo Diagonal” mit Comedy-Arts-Chef Holger Erich. Das skurille Pärchen machte schräge Minen zum jazzigen Spiel von Max Greger. Dazu hatten die Beiden eine alte LP des ZDF-Orchesterleiters aus den 70ern ausgegraben: Titel „Vital sein - Vital bleiben”. Zu den Originalausschnitten aus dieser Scheibe rollte das Paar die Augen und trieb Gymnastik mit den Gesichtsmuskeln.Lehmann fielaus der RolleNicht weniger amüsant geriet der Auftritt des Bochumer Christan Hirdes, der sich auf abgedrehte, selbst geschriebene Gedichte, Kurzgeschichten und Songs spezialisiert hat, die er am Klavier vorträgt. „Ich habe viele, viele Jahre lang ein Studium in Bochum angefangen. Jetzt spiele ich jeden Abend vor ausverkauften Häusern und hoffe, dass ich eines Tages auch einmal eingelassen werde” stellte sich der Komödiant vor. Einzig Ole Lehmann fiel im Finale nach drei Stunden aus der Rolle. Seine niveaulose Koketterie mit der eigenen Homosexualität („Woll mern reinlasse?”, „Der Prinz kütt!”) hätte sich der Wahl-Berliner sparen können.
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