Kulturhauptstädter wollen keine Provinzler sein
18.11.2010 | 15:50 Uhr 2010-11-18T15:50:00+0100
Kamp-Lintfort.Das Kulturhauptstadtjahr neigt sich dem Ende zu – Zeit, um Bilanz zu ziehen und ins nächste Jahr zu schauen, wenn aus Ruhr2010 wieder Kamp-Lintfort 2011 geworden ist.
Ohne zusätzliche Fördergelder für lokale Helden und ohne die große Werbetrommel, die Kulturtouristen von außerhalb lockt. Kamp-Lintforts Ruhr2010-Beauftragte Petra Niemöller hatte am Mittwochabend ihre „Local Heroes“ in die Niederrheinschule geladen – zu einer ungewöhnlichen Kreuzfahrt.
Die Länderschildchen an den Stehtischen schrumpften Kamp-Lintfort zum Nabel der Welt: Borneo lag neben Langeoog, Fidschi in der Nähe von Spitzbergen. Moderatorin Petra Wosnitzka schickte Kulturschaffende, Lokalpolitiker und Verwaltungsangestellte im Bäumchen-wechsle-dich-Spiel zu immer neuen Gesprächen von Tisch zu Tisch. Was hat Ruhr2010 für Kamp-Lintfort an Außenwirkung gebracht und was ist zu tun, damit der Erfolg nicht sang- und klanglos verpufft?
„Das wird nicht mit dem 31. Dezember aufhören“, zeigte sich Annerose Schmitz vom „Geistlichen und kulturellen Zentrum Kloster Kamp“ optimistisch. Sie habe während der Veranstaltungen viele Besucher aus dem Ruhrgebiet gezählt, auch jetzt noch verstärkt Interesse wahrgenommen. „Unsere Internetseiten werden viel mehr angeklickt.“
Kulturangebot als
Standortvorteil
„Die Mundpropaganda ist das Wichtigste“, sagte Kunsthistorikerin Deike Dowald, verantwortlich für die Ausstellungen in Museum und Gewölbekeller auf dem Klosterberg. Das Kulturhauptstadtjahr habe gezeigt, dass es sich lohne, Geld in Kultur zu stecken. „Ein gutes Kulturangebot ist ein Standortvorteil“, so Annerose Schmitz an die Adresse der Wirtschaftsförderer. „Da muss es weitergehen - gerade, weil sich Kamp-Lintfort gerade im Umbruch befindet.“
Man habe dieser von Bergbau geprägten Stadt „so etwas doch gar nicht zugetraut“ ist an diesem Abend öfter an den Stehtischen zu hören. Galerist Andreas Verfürth: „Wir sind Einzelkämpfer, aber wir haben gelernt, über den Tellerrand zu gucken, uns mehr als nur die fünf Kilometer bis zum nächsten Ort zu bewegen.“ Die Aufbruchstimmung durch die neue Fachhochschule sei in Kamp-Lintfort fühlbar, aber noch nicht greifbar. „Damit rechne ich erst in zehn Jahren.“
06:14
koloniejunge,
wenn Du Deine Rechtschreibschwäche überwunden hast, ist Lintfort wieder Hauptstadt: Es heißt nicht jetzt sondern gezz (wie Du in Deinem Kommentar zu Moers schreibst, wo jetzt auch Dein Senf klebt). Da gibt es in diesem Jahr Menschen, die sich mehr angestrengt haben als Du für die Kultur am Niederrhein und ich hoffe, Du und Dein Mausarm kommen im nächsten Jahr öfter mal an die Waldluft.
Nichts für ungut, schöne Weihnacht für die Jungs aus der Kolonie
FRED SCHYWEK jr.
geboren im Schatten des Klosters
19:49
exactly!!!
18:57
Viel Bla Bla und Selbstbeweihraeucherung im Artikel
KampLintfort ist und bleibt Provinz
Dabei ist KampLintfort noch nicht mal so gross ,
Wie der Zentralfriedhof von Tokio
Aber doppelt sooo Tot