Kritische Töne um die Königin

Neukirchen-Vluyn..  In den Jubel um das neue Klompenkönigspaar mischen sich ein paar kritische Töne. Stein des Anstoßes ist das politische Engagement der Klompenkönigin Elke Buttkereit als SPD-Parteichefin und Fraktionsvize der Genossen im Rat. Gerade im Jahr der Bürgermeisterwahl wird das kritisch beäugt.

„Ich bin schon länger bei den Klompenfreunden als ich in der Politik aktiv bin“, sagte die frisch gekürte Königin auf Nachfrage. Außerdem sei ihr Mann zum Klompenkönig ernannt worden, und der König nehme traditionell seine Frau zur Königin. „Wir sind vollkommen unpolitisch“, beteuert der erste Vorsitzende der Klompenfreunde, Karl-Heinz Möhlendick, der die Ernennung des Königs in jedem Jahr in der Hand hat. Da werde ein Problem aus etwas gemacht, was keines sei. Das Thema sei im Vorfeld mit den Beteiligten geklärt worden. Möhlendick weiter: „Früher hieß es ‘Wir haben einen Klompenkönig und sein schmückendes Beiwerk’.“ Ob eine solche Einordnung nun Elke Buttkereit in diesen heutigen Zeiten begeistern würde, sei einmal dahingestellt.

Für sie ist aber ganz klar: „Wenn ich als Klompenkönigin im Dirndl und Klompen unterwegs bin, werde ich nicht die Grüße der SPD überbringen.“ Das könne sie sehr wohl trennen.