Kriminalitätsfurcht nimmt allgemein ab

Der Kriminologe und Polizeiwissenschaftler Frank Kawelovski erklärt zum gestiegenen Sicherheitsgefühl der Moerser: „Seit Jahren ist der Trend festzustellen, dass die Furcht vor Kriminalität rückläufig ist.“ Das persönliche Umfeld, der so genannte Nahraum, werde dabei als eher ungefährlich wahrgenommen, obschon die allgemeine Sicherheitslage als bedrohlich erachtet werde.


Den Informationsquellen käme bei diesen Wahrnehmungen eine große Bedeutung zu, so der Mülheimer Kriminologe. Die Menschen im Nahbereich, also Nachbarn und Angehörige, hätten meist wenig Berührung mit Kriminalität, Furcht vor Straftaten sei kaum ein Thema. Aber: „Die Medien bringen einem permanent die Kriminalität nahe“, so Kawelovski.


Andere Ängste würden möglicherweise in den Vordergrund drängen, so der Polizeiwissenschaftler weiter. Angst um den Verlust des Arbeitsplatzes, Angst vor Altersarmut oder Krankheit lägen in der Wahrnehmung der Menschen viel weiter vorne. Der allgemeine Trend gehe indes hin zu weniger Furcht.


Polizeichef Paul Platzer sieht als Leiter der Moerser Wache an der Asberger Straße die gute Arbeit der Polizei als Grund für das gestiegene Sicherheitsgefühl der Moerser: „Wir legen Wert auf hohe Präsenz auf den Straßen und kümmern uns, sobald wir von Sorgen und Nöten hören. Wenn einer ein Problem schildert, schicke ich den Bezirksdienst raus.“ Zudem bestehe sein Team aus hochmotivierten jungen Beamten, so Platzer.