Krefelds DGB-Vorsitzender lädt Varoufakis zur Maikundgebung ein

Der griechische Finanzminister Yannis Varoufakis wurde zur Maikundgebung in Krefeld eingeladen
Der griechische Finanzminister Yannis Varoufakis wurde zur Maikundgebung in Krefeld eingeladen
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Noch hat Krefelds DGB-Vorsitzender, Ralf Köpke, keine Antwort vom griechischen Finanzminister Varoufakis, dafür aber jede Menge anderer Reaktionen.

Moers/Kamp-Lintfort/Krefeld.. Am 1. Mai spricht in Moers Zeynep Bicici von der IG Bauen, Agrar, Umwelt. In Kamp-Lintfort wird NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider reden und in Krefeld – vielleicht – Yanis Varoufakis.

Der griechische Finanzminister ist in den vergangenen Monaten durch, vorsichtig ausgedrückt, unkonventionelle Methoden zur Rettung seines Landes aufgefallen und deshalb bei diversen Regierungen so willkommen wie Zahnschmerzen. Das hat den Krefelder DGB-Vorsitzenden Ralf Köpke allerdings nicht davon abgehalten, Varoufakis zur Kundgebung am 1. Mai an den Niederrhein einzuladen.

Einladung an Varoufakis auf kyrillisch

Varoufake „Wir haben eine Einladung in kyrillischer Sprache verfasst und warten noch auf eine Antwort. Ich sehe die Chancen, dass er kommt, bei zehn Prozent, gebe aber die Hoffnung nicht auf“, sagte Köpke am Mittwoch auf Anfrage dieser Redaktion. Auf die ungewöhnliche Idee, Varoufakis einzuladen, ist Köpke durch die Medien gekommen: „Vielfach wird eine unheimliche Hetze gegen das Land und seine Leute entfacht.“

Auslösender Moment sei, so Köpke, eine Diskussion bei Günther Jauch gewesen: „Griechenland hat bestimmt auch eigene Anteile an der Krise, aber ich glaube, an dem Land soll ein Exempel statuiert werden. Man darf die Leute nicht in die Armut treiben.“ Einen Austritt Griechenlands aus dem europäischen Währungsverbund lehnt Köpke ab.

Positive Reaktionen auf Varoufakis-Einladung

Nach seiner Einladung an Varoufakis hat Ralf Köpke zwar „zwei Drittel positive Reaktionen“ erfahren, einige, die zum Teil ungenannt bleiben wollten, fanden das aber auch gar nicht lustig, wie Köpke berichtet: „Die Ablehnung reichte von konstruktiv bis unter die Gürtellinie, persönliche Anfeindungen waren auch dabei.“

Auch wenn Yanis Varoufakis am 1. Mai keine Zeit haben sollte, nach Krefeld zu kommen, ist für Programm gesorgt. Köpke spricht und die fernseherfahrene Kabarettistin Senay Duzcu tritt auf. Ob sie dann Griechenland-Witze macht?