Kolping helau, denn „Nur die Liebe zählt“

Foto: Christoph Karl Banski
Was wir bereits wissen
Karnevals-Komitee zelebrierte seine Bütten-Sitzung im Zelt. Doch auch Schunkeln war auf dieser „Familienfeier“ immer wieder Trumpf. Möhnenauftritt zählte zu den Höhepunkten

Kamp-Lintfort..  „Kamp-Lintfort – Helau, KK Kolping – Helau, Hacki – Helau“. Dieser Ruf schallte am Samstag ungezählte Male durch das große, in schwarz und orange dekorierte Festzelt auf dem Parkplatz der Stadtwerke, in dem das Karnevals-Komitee Kolping seine Große Büttensitzung zelebrierte. Damit konnte das 1954 gegründete und seit einem Jahr als eigenständiger Verein geführte KKKolping bereits zum 61. Mal den Start in eine turbulente Karnevalssession feiern.

Gemeinsam mit dem KKV, dem zweiten Kamp-Lintforter Karnevalsverein, hatten die Jecken wieder ein attraktives, überwiegend bodenständiges Programm auf die Beine gestellt. Musikalisch fühlte man sich zwar permanent ins schunkelnde Köln versetzt. Aber den rund 300 Besuchern gefiel es. Karnevalistische Lieder, die Kamp-Lintfort besingen, sind ja auch ziemlich rar.

Nach dem umjubelten Einmarsch von Prinz Hacki I. und seinen Adjutantinnen sorgte Uwe Weiler gleich für Stimmung. Der in Köln lebende, aber aus Meerbeck stammende Sänger brachte den Saal zum Schunkeln, Mitsingen und Tanzen.

Tänze in Perfektion zeigten danach die Nicodamons, die Showtanzformation der Tanzsportgemeinschaft Rheinhausen. Und die Wollys, eine Stimmungsband aus Kevelaer, ließen nicht nur die Luft vibrieren.

Mit dem singenden Moerser Prinzenpaar Markus I. und Sabine I. samt Hofstaat und Musikzug kam dann der erste Höhepunkt des Abends. Die Repräsentanten des Grafschafter Karnevals brachten nicht nur viel Farbe auf die überfüllte Bühne, sondern zeigten auch, wie viel Spaß Karneval machen kann. Danach zeigten das junge Tanzpaar Julia + Charline, Andrea Bengs als witziger Clown Pucki und die Starlight Singers, dass sich auch Künstler aus den eigenen Reihen nicht hinter den Profis verstecken müssen. Im allgemeinen Trubel gingen die Gags von Bommel, dem Büttenredner aus dem sächsischen Glochau, leider etwas unter. Nachdem auch die befreundete Prinzengarde aus Rheinberg zur gegenseitigen Ordensverleihung angetreten war, sorgten die professionellen Tanzmariechen aus Eitorf für das abschließende Highlight: „Nur die Liebe zählt“, sangen Anne, Kerstin, Mäggi, Petra und Ute, die unter Führung von Obermöhne Elli am Möhnentisch saßen und ihre Smartphones blitzen ließen.

Mit dem traditionellen Vereinslied „Schwarz-Orange“ ging eine eher gemütliche „Familienfeier“ nach über vier Stunden stimmungsvoll zu Ende. Doch das ist ja erst der Anfang: Bereits am 12. Februar geht es mit dem traditionellen Möhnenball weiter.