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Kö-Dämmerung

10.02.2012 | 18:59 Uhr

Eigentlich toll: Da gibt es gleich zwei Investoren, die zusammen über 90 Millionen Euro am Kö und bei Horten verbauen wollen, also an Stellen, die dies wirklich gebrauchen könnten. Aber gut ist das auch wieder nicht, denn in der Tat sind 30 000 Quadratmeter Verkaufsfläche, die die neuen Einkaufszentren nach aktuellem Stand zusätzlich bringen würden, vermutlich zu viel für die Innenstadt. Die Politik muss sich aber dieser Frage stellen, bevor sie entscheidet, und zwar selbst dann, wenn von den zwei gegenwärtigen Bewerbern nur einer übrig bleibt.

Spätestens nach der Sitzung des Planungsausschusses am Donnerstag muss man den Eindruck haben, dass dies im Zweifel Brigitte van der Jagt mit ihrer Grafen-Galerie sein wird. Man muss sich nicht lieben, um gemeinsam ein Großprojekt zu realisieren, aber im Ausschuss wurde einmal mehr offensichtlich, dass Kö-Architekt Jochem Bellinger auf der einen Seite und die Ratsmehrheit samt Teilen der CDU auf der anderen nicht miteinander können.

Was schade ist, denn die Pläne des gebürtigen Moersers für den Kö sind durchaus überzeugend. Aber es ist zu fürchten, dass es an der Umsetzung hakt. Vielleicht konnte Bellinger noch gar nicht klären, welche Anforderungen der Politik er zu erfüllen vermag und welche nicht. Tatsächlich entstanden ist der Eindruck, dass er die Anforderungen einfach ignoriert. Aber trotz der vielen gescheiterten Kö-Investoren in den vergangenen zehn Jahren hat die Politik sehr wohl die Möglichkeit, nein zu sagen.

Zumal der dritte Bauabschnitt mit den Grundstüc-ken entlang der Homberger Straße unsicher ist, weil die Eigentümer über ihre Beteiligung erst entscheiden wollen, wenn der Rest der Königlichen Höfe fertig ist. Niemand kann das Jochem Bellinger vorwerfen. Aber darüber kann das gesamte Konzept ins Wackeln geraten.

Thomas Wittenschläger

Thomas Wittenschläger

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Kommentare
13.02.2012
18:40
Kö-Dämmerung
von maggiet | #1

ich denke man muss sich keine Sorgen um eine Fortentwicklung des Themas machen, da die Gurkentruppe aus Moerser Rat und Verwaltung ihren bewährte Mischung aus Dilettantismus und Provinzposse einsetzen wird um auch diese beiden Investoren zu vergraulen.

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