Klartext in München? Na klar!
07.09.2011 | 16:27 Uhr 2011-09-07T16:27:00+0200
München/Kamp-Lintfort.Sozialpreis: Auch Katja Riemann findet den Verein „Klartext für Kinder“ klasse. Das Projekt setzt sich gegen 200 andere durch.
Nach dem ersten Satz war die Aufregung verflogen, sagt Belanda Fritsch. Muss an der angenehmen Atmosphäre gelegen haben. Oder an dem Wissen, wirklich Besonderes zu berichten. Dies tat die Golf-Dame vom Kloster Kamp mit Hingabe beim Jab Abstoetz Social Award in München. Es war ihre Dankesrede, nachdem der Berliner Fotograf Michael van Hassel die Laudatio auf die Arbeit des von der NRZ initiierten Vereins Klartext für Kinder - Aktiv gegen Kinderarmut!“ gehalten hatte. Klartext in München? Na klar.
„Ich bin froh, dass sich der enorme Aufwand am Ende auch in Zahlen ausdrückt“, sagt Coiffeur Wolfgang Dedters. Er war Hauptorganisator von „Rock im Ring“ unter dem jährlichen Motto: „Wir feiern für Klartext“. Aber er sagt: „Einer spricht, aber alle leisten gemeinsam. Und was jeder einzelne, es waren Dutzende Privat- und Geschäftsleute, auf die Beine gestellt haben, kann uns stolz machen.“ Und den Verein froh. Er erhält eine Spende von 7506 Euro und sagt: Danke!
Es ist das fünfte Jahr, in dem am Rande des Final-Turniers der renommierten Damengolf-Serie zu einer Charity Nacht eingeladen wurde.
Mit dabei ein bisschen Glamour: Katja Riemann, Anna Maria Kaufmann, Uschi Prinzessin zu Hohenlohe, Sybille Beckenbauer und viele andere.
Für die Damengolf-Serie bewerben sich jährlich 500 Golfclubs aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und anderen Nachbarländern, 125 werden ausgewählt. Die dürfen ein bis zwei soziale Projekte benennen, von denen beim großen Finale in München zwei geehrt werden. Diese Auszeichnung ist europaweit einmalig. Neben dem Verein „Herzenswünsche“, der schwer kranken Kindern ebensolche erfüllt, konnte sich Klartext gegen 200 andere Projekte aus mehreren Ländern durchsetzen.
Im Fokus stand dabei insbesondere die mobile Kindertafel, deren Kamp-Lintforter Team eben der Golfclub am Kloster Kamp stellt. Belanda Fritsch und Birgit Klein-Reesink als Vertreterinnen in München stellten allerdings die gesamte Vereinsarbeit vor. Von der Wunschbaumaktion über die tägliche Einzelfallhilfe und die Ausflüge bis hin zur Kindertafel. „Das kam sehr gut an“, freut sich Fritsch. „Katja Riemann kam direkt auf uns zu und hat allen Aktiven des Vereins ihr Lob ausgesprochen. Das ist doch schön.“ Zum Award gab’s auch noch 2500 Euro Preisgeld. Das kann Klartext gut gebrauchen. Bald fährt die Tafel auch nach Neukirchen-Vluyn, das Angebot in Kamp-Lintfort soll erweitert werden, dazu stehen zwei Musikpädagogik-Projekte in Schulen und eine Begleit-Aktion frisch gebackener Eltern auf dem Programm. Es gibt noch so viel zu tun.
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