Klare Kante für die Kandidaten

Nun steht also der zweite Bürgermeister-Kandidat fest. Das Votum der Mitglieder dürfte reine Formsache sein, da wird der CDU-Parteichef Heiko Haaz mit seiner optimistischen Einschätzung Recht behalten. Warum die Mitglieder in sechs Wochen das letzte Wort bei einer Kandidatenkür haben sollen, deren Ergebnis längst verkündet ist, sei einmal dahingestellt. Eines ist aber auch klar: Die Chancen Harald Lenßens sind jetzt deutlich besser als vor der Kommunalwahl im vergangenen Mai. Das bestreitet heute selbst der Kandidat nicht.

Damals hallten die Ereignisse aus 2013 zu arg nach. Insofern verwunderte es nicht, dass Lenßen gebetsmühlenartig vorgab, er wolle seine sechsjährige Amtszeit erfüllen. Jetzt blickt der Amtsinhaber optimistisch nach vorn und begegnet seinem SPD-Herausforderer Jochen Gottke selbstbewusst. Eine wesentliche Aufgabe aller Kandidaten wird auch sein, die Bürger zu motivieren, überhaupt zur Wahl zu gehen. Denn für viele ist diese Bürgermeisterwahl als Einzelereignis vermutlich unattraktiv. Dabei geht es um die Besetzung des höchsten Amtes der Stadt. Und da helfen keine schönen Sonntagsreden und Lobhudeleien weiter.