„Klar Opa, mach’ das“
09.06.2011 | 17:57 Uhr 2011-06-09T17:57:00+0200
Kamp-Lintfort. Golfclub Am Kloster Kamp spendet aus seinem Gastro-Cup an „Klartext für Kinder“. Viele Golfer helfen auch beim Tafelteam.
„Hallo, Schätzchen!“ Die Begrüßung ist persönlich, wie es unter Menschen, mit denen man zusammenarbeitet, nicht unüblich ist. Und auch die Stammkundschaft, die regelmäßig zum Essen kommt, wird sehr herzlich begrüßt. Das kennt man aus Restaurants. Aber das, was man jeden Mittwochmittag an der Sudermannstraße antreffen kann, ist alles andere als eins der üblichen Restaurants – hier bekommen Kinder einmal in der Woche etwas Warmes zu essen, Beilage und Nachtisch noch dazu, hier hält regelmäßig die „Mobile Kindertafel“, initiiert und finanziert von „Klartext für Kinder“, der von der NRZ ins Leben gerufenen Hilfsorganisation.
Am Wochenende darf Klartext mit einer riesigen Spende rechnen. Dann steht nämlich wieder der mittlerweile neunte Gastro-Cup an, ein Turnier des Golfclubs Am Kloster Kamp. Und aus diesem Turnier heraus wird Klartext ebenso wie aus dem Benefiz-Cup am 24. Juli großzügig unterstützt. „Im vergangenen Jahr kamen so 10 000 Euro zusammen“, so Golfclubmitglied Belanda Fritsch, die auch gemeinsam mit Birgit Klein-Reesink und Bärbel Brands das Organisationsteam der Kamp-Lintforter Kindertafel bildet.
Wer jetzt glaubt, dass diese Unterstützung reine Frauensache ist, täuscht sich: „Das kommt auch bei unseren Herren gut an“, versichert Klein-Reesink. Das Projekt findet beim gesamten Club Anklang. Und auch Männer helfen mit bei der mobilen Kindertafel – zum Beispiel Hansi Doersch, der einer der Fahrer ist. „Ich habe meine Enkelin gefragt, ob ich mithelfen soll. Und sie hat gesagt: ,Klar Opa, mach das!“
Mancher kannte
keine Birne
Gekocht wird das Essen von den Auszubildenden des CJD in Moers. Dabei wird darauf geachtet, dass kein Schweinefleisch verwendet wird. So können auch Kinder, die dieses Fleisch nicht essen, sich bei der Tafel verköstigen. Einige von ihnen kommen dabei mit bislang unbekannten Lebensmitteln in Kontakt. Fritsch: „Es gibt welche, die kannten keine Birne, keine Paprika.“
30 bis 35 Kinder kommen regelmäßig zum Mittagessen, das zwischen 12 und 14.30 Uhr angeboten wird. Kommen darf, wer Hunger hat – oder Durst, denn zu trinken gibt es auch etwas. Vor einer Bedürftigkeitsprüfung muss niemand Angst haben. Klein-Reesink: „Das gibt es bei uns nicht!“
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