Kita-Gebühren werden in Kamp-Lintfort erstattet

Leere Stühle in der Kindertagesstätte Bunte Welt während des Streiks der Erzieher.
Leere Stühle in der Kindertagesstätte Bunte Welt während des Streiks der Erzieher.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Haupt- und Finanzausschuss folgte der Verwaltung bei der Gebührenerstattung. Das Parken in der City wird demnächst ein wenig teurer: 40 statt 30 Cent für die halbe Stunde.

Kamp-Lintfort..  Gute Nachricht für die vom Kita-Streik gebeutelten Eltern: Die Stadt zahlt die Kita-Gebühren und das Essensgeld für die Dauer des Streiks zurück, so der gestrige Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses. „Wir sind als Verwaltung da ein bisschen vorgeprescht“, so Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt nach der Sitzung, doch die Politiker standen, wie sich zeigte, einstimmig hinter dieser Entscheidung. Der Bürgermeister bittet die Eltern nur um ein wenig Geduld: Die Stadt überweist das Geld erst, wenn der Arbeitskampf nach der Schlichtung definitiv beendet ist.

Erste Erhöhung seit fünf Jahren

Ein klein wenig tiefer in die Taschen greifen müssen demnächst die Autofahrer, die ihr Gefährt in der Stadt parken wollen. Von 30 auf 40 Cent für jeweils 30 Minuten steigen die Parkgebühren; allerdings seien diese seit fünf Jahren nicht erhöht worden, gibt Landscheidt zu bedenken. Und da die Sparkasse für das Zählen der Münzen nun eine Gebühr berechnet, dürfte sich der Gewinn im Stadtsäckel in sehr engen Grenzen halten.

Weitere Themen des Ausschusses: Die Jahresabschlüsse des Haushalts 2011 und 2012, fünf neue Ausbildungsplätze bei der Stadtverwaltung (drei Verwaltungsfachangestellte und zwei Erzieherinnen), sowie zwei Schulthemen. Die Sekundarschule wird Europaschule heißen, und die Standorte der Grundschulen werden genauer verortet, um bei Notfällen den Einsatz der Rettungsdienste zu erleichtern.

In nichtöffentlicher Sitzung stand die weitere Entwicklung des Rathauscenters auf der Tagesordnung. Die Verwaltung wurde beauftragt, mit dem Investor in Verhandlungen einzutreten. Landscheidt: „Wir wollen den Zeitplan einhalten.“