Kita-Beiträge erstatten

Kamp-Lintfort..  Die Stadt soll den Eltern die Kindergartenbeiträge und das Essensgeld zurückerstatten, das während des Streiks der städtischen Kindertageseinrichtungen auch anfällt, fordert die CDU Kamp-Lintfort.

„Für die Eltern ist es vielfach ein sehr hoher Aufwand, etwas für ihre Kinder zu finden“, sagt der Partei- und Fraktionsvorsitzende Simon Lisken. „Einige nehmen Urlaub. Einige bringen die Kinder mit zur Arbeit. Und wieder andere finden ganz andere Lösungen, wenn sie zum Beispiel Oma und Opa einbinden.“

Die Stadt spare während des Streiks an den städtischen Kindertagesstätten Geld, denn die Erzieherinnen und Erzieher werden dann über die Streikkasse der Gewerkschaften bezahlt, nicht von der Stadt, schreibt die CDU in einer Pressemitteilung. In fast allen Städten, in den Kindertagesstätten bestreikt werden, würden die Beiträge erstattet, heißt es weiter. Lediglich in Kommunen, welche sich in einem Nothaushalt befinden, ist dies nicht gestattet. „Und in Kamp-Lintfort trifft genau das nicht zu“, so die CDU.

„Die Stadt will offensichtlich auf Kosten der Eltern Geld einsparen, das ist nicht in Ordnung. Kamp-Lintfort wirbt mit dem Slogan familienfreundliche Stadt. Da muss es selbstverständlich sein, den Eltern die Kindergartenbeiträge zurückzuerstatten“, findet auch Saskia Hennig, Sprecherin der CDU im Jugendhilfeausschuss.

„Nicht vorgesehen“

In Kamp-Lintfort sind seit Montag, wie berichtet, alle fünf städtischen Kitas geschlossen. In der Einrichtung „Bunte Welt“ wird eine Notbetreuungsgruppe aufrecht erhalten. Erst in der vergangenen Woche hatte der Beigeordnete Christoph Müllmann auf Anfrage der Redaktion darauf hingewiesen, dass eine Rückzahlung der Kita-Beiträge laut Satzung „nicht vorgesehen“ sei.