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Kino-Betreiberin freut sich auf Kamp-Lintfort

24.03.2016 | 09:00 Uhr
Kino-Betreiberin freut sich auf Kamp-Lintfort
Ende des Jahres schon soll es in Kamp-Lintfort heißen: Film ab!Foto: Jürgen Theobald

Kamp-Lintfort. Mit Hochdruck werden in Kamp-Lintfort die Planungen für das Kino vorangetrieben. „Stand heute gehe ich davon aus, dass Ende dieses, Anfang nächsten Jahres die ersten Filme gezeigt werden“, ist Wirtschaftsförderer Dieter Tenhaeff zuversichtlich. Die Baugenehmigung sei so gut wie fertig. „Kurzfristig“ könne sie dem Investor Thomas Berger zugestellt werden. Der könne dann mit dem Ausschreibungsverfahren beginnen. „Der Mann ist ja vom Fach. Ich will nicht ausschließen, dass er teilweise selbst ausführt“, überlegt Tenhaeff.

Die planerischen Vorarbeiten seitens der Stadt mit Flächennutzungsplanänderung und Bebauungsplan haben ein halbes Jahr gedauert. „Das war rasant“, findet Chefplanerin Monika Fraling nicht ohne Stolz. „Das geht nur, wenn alle an einem Strang ziehen.“

Erst jüngst hatte sich der Rat mit den Planungen beschäftigt. Dabei gab es nur eine Nachfrage aus der Politik. die bezog sich auf Altlasten auf dem Gelände. „Erste Ergebnisse haben insbesondere in Teilbereichen südlich des Kinogrundstücks erhöhte PAK-Werte aufgezeigt“, heißt es in der Vorlage. Die RAG MI habe aber schriftlich erklärt die Sanierung zu übernehmen. Bürgermeister Christoph Landscheidt befand in der Ratssitzung: „Das ist eine gute Nachricht. Es gibt keine tiefgründigere Belastung. Das ist eher unproblematisch.“

Derweil freut sich die künftige Betreiberin des Kinos, Marianne Riech, auf das neue Haus. „Das wird bestimmt toll“, ist sie überzeugt. Zumal Investor Berger und sie seit langen Jahren gute geschäftliche Beziehungen hegten. In sieben Sälen soll ein vielfältiges Programm gezeigt werden, Originalversionen oder Live-Übertragungen von Ballett und Oper, aber natürlich auch Kassenschlager. Riech ist vom neuen Standort überzeugt, weil sie in Recklinghausen ein vergleichbares Kino betreibt. Kamp-Lintfort wäre das fünfte Haus, das der Familienbetrieb dann neben Düsseldorf, Dresden, Stuttgart und Recklinghausen führt. Es waren mal wesentlich mehr: 500. 2004 ging Riechs UFA Kino-Imperium in die Insolvenz. Ein Kapitel, das Marianne Riech abgehakt wissen will: „Das ist zwölf Jahre her. Vieles war damals auch nicht unsere Entscheidung, sondern die der Investoren.“

Vom Branchenriesen also jetzt zum Familienbetrieb. „Wir haben uns vom Multiplex weg entwickelt“, sagt die Geschäftsführerin der FSF GmbH. Die Insolvenz habe Spuren hinterlassen, insofern habe man sich den Schritt nach Kamp-Lintfort gründlich überlegt: „Wir sind keine Traumtänzer und nicht mehr so risikofreudig.“ Umso mehr sei die Familie vom Standort überzeugt: „Kamp-Lintfort entwickelt sich, ist innovativ und hat Power“, findet Marianne Riech.

Karen Kliem

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2016-03-24 09:00
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