Keine Luxussanierung am Vluyner Nordring

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Was wir bereits wissen
Eigentümer Sebastian Olbrich legt seine Pläne für das Wohnquartier offen: Sanierung ja, aber die Wohnungen sollen bezahlbar bleiben.

Neukirchen-Vluyn..  Nach der Massenkündigung der Mieter in den ehemaligen Nau-Bauten in Vluyn gab es jede Menge Spekulationen über die Zukunft der Gebäude und eine mögliche Luxussanierung. Gegenüber der NRZ wies der neue Eigentümer am Dienstag solche Vorhersagen zurück: „Wir wollen und werden keine Luxuswohnungen bauen.“

Es ist die erste öffentliche Stellungnahme des Hageners, nachdem deutlich wurde, dass sein Schweigen die Gerüchte nur angeheizt hatte. Eigentümer Olbrich Junior stellte nun klar: Nicht sein Vater Hans Jorg hat das Geschäft für die gemeinsame Immobilien-Firma realisiert, sondern er, Sebastian Olbrich. Der Junior-Chef spricht darüber hinaus von „rund hundert“ außerordentlichen Kündigungen. 19 weitere habe man verschickt, weil die Bewohner ihre Miete nicht bezahlt hätten. Insgesamt habe es sich demnach um 120 Kündigungen gehandelt.

Olbrich hatte Anfang Dezember insgesamt 500 Wohnungen in Vluyn ersteigert. Rund 380 befinden sich in den Häusern an der Humboldt- und Leibnitzstraße sowie am Vluyner Nordring. Der Rest steht am Kiefern-, Ulmen- und Terniepenweg und wird in diesen Wochen saniert. Nach derzeitigem Stand gebe es keine Pläne, eines dieser Wohngebäude abzureißen oder auch nur um ein paar Etagen zurückzubauen, betont Olbrich. Allerdings werde man die Zuschnitte einiger Wohnungen an der Humboldt- und Leibnitzstraße und am Nordring ändern, ohne deren Gesamtzahl nennenswert zu senken. Auch für größere Familien soll passender Wohnraum entstehen. „Wir wollen dort ein ordentliches Wohnquartier herstellen, mit bezahlbaren Wohnungen, keinen Luxus“, versichert der 38-Jährige. Wann die Häuser fertig sind, weiß Sebastian Olbrich noch nicht: „Ich hoffe auf 2016. Aber insgesamt haben wir einen Zeitrahmen von ein bis drei Jahren.“