Kein Lippenbekenntnis

Also eines ist ganz klar: In Neukirchen-Vluyn wird es nicht langweilig. Die quirlige Bindestrich-Stadt hat viele interessante Facetten. Der sukzessiv wachsende, neue Stadtteil Niederberg ist sicherlich nur eine davon. Derzeit befindet sich unheimlich viel im Wandel. Das Schulzentrum wird umgebaut, es entsteht ein neues Miteinander von Gymnasium und der neuen Gesamtschule, die im Sommer an den Start gehen soll.

Auch über das Thema Einzelhandel kann ausgiebig diskutiert werden, hier befindet sich vieles im Fluss, zum Unmut mal der einen, mal der anderen Seite. Das Dorf Neukirchen soll einen neuen Lebensmittelmarkt auf dem Gelände des Erziehungsvereins bekommen.

Auf Niederberg ist eine Nahversorgung geplant, über deren Größe derzeit munter gefachsimpelt wird. Welche Lösung die Politik für die Nahversorgung der Bürger in allen Stadtteilen findet? Man darf gespannt sein. Fakt ist: Ohne Fingerspitzengefühl geht es nicht.

Nur, ob das für die Parteien derzeit gerade obenan steht, ist ungewiss. Immerhin steht ihnen der nächste Wahlkampf bevor. Im September möchte der CDU-Amtsinhaber Harald Lenßen seinen Bürgermeisterstuhl verteidigen. Bisher ist mit Jochen Gottke (SPD) ein Gegenkandidat bekannt, der nicht minder ambitioniert in das politische Rennen geht.

Aufgaben gibt es fürwahr genug, unabhängig davon, wer letztlich im Herbst Stadtoberhaupt wird. Die Nau-Siedlung wird Politik und Verwaltung ebenso weiter beschäftigen wie die Entwicklung des Dorfes Neukirchen. Hier hat es lange Zeit Stillstand gegeben, bevor sich die Politik des Themas wieder angenommen hat. Sicher handelt es sich um einen langen Prozess. Und sicherlich sind dabei auch die Unwägbarkeiten durch die Kanalsanierung der RAG zu berücksichtigen.

Gleichwohl müssen bald erste sichtbare Resultate erkennbar sein. Bei bloßen Lippenbekenntnissen darf es hier nicht bleiben.

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