Kamp-Lintforter Tierherberge ist gerüstet

Die acht Monate junge „Maja“ ist eine wunderschöne Vertreterin ihrer tollen und klugen Rasse.
Die acht Monate junge „Maja“ ist eine wunderschöne Vertreterin ihrer tollen und klugen Rasse.
Foto: NRZ
Seit dem 1. Januar gilt es offiziell: Die Tierherberge Kamp-Lintfort hat die Fundtierbetreuung der Stadt Kamp-Lintfort übernommen.

Kamp-Lintfort..  Seit dem 1. Januar gilt es offiziell: Die Tierherberge Kamp-Lintfort hat die Fundtierbetreuung der Stadt Kamp-Lintfort übernommen. Wie berichtet, hatte Kamp-Lintfort seine Zusammenarbeit mit dem Moerser Tierheim zum Jahresende aufgekündigt und mit der Tierherberge am Drehmannshof einen zunächst auf ein Jahr befristeten Vertrag geschlossen. Beate Mühlenberg, Leiterin der Tierherberge, freut sich mit ihrer Mannschaft auf die neue Aufgabe: Anlaufstelle für Fundtiere zu sein, ist für das Kamp-Lintforter Team Neuland, aber Chefin Beate Mühlenberg kennt den Aufgabenbereich noch aus ihrer Zeit beim Tierheim in Duisburg.

Jederzeit ein warmes trockenes Plätzchen für Überraschungsgäste bereithalten – was für herrenlose Hunde und Katzen in der Regel kein großes Problem darstellt, kann wie bei der jüngst in Neukirchen-Vluyn auf einer Fensterbank gefundenen Königsboa schon kniffliger werden. Beate Mühlenberg hat vorgesorgt: „Wir sind hervorragend gerüstet – auch für solche Fälle. Wir haben Partner, die im Notfall Reptilien aufnehmen können und sich artgerecht um diese Fundtiere kümmern können.“ Ist kein Besitzer zu ermitteln, werden auch Schlange, Schildkröte und Co. weiter vermittelt.

Wer ein herrenloses Tier im Stadtgebiet findet, kann sich entweder beim Ordnungsamt oder direkt bei der Tierherberge melden und es dort auch abliefern. Nachdem eine Fundanzeige geschrieben wird, wird das Tier fotografiert und auf der Facebook-Seite der Tierherberge online gestellt. „Unsere Facebook-Seite hat ein öffentliches Profil, das heißt, auch Menschen, die nicht bei Facebook registriert sind, können darauf zugreifen“, sagt Mühlenberg.

In den letzten Jahren waren Reptilienfunde in Kamp-Lintfort aber zum Glück eher die Ausnahme. „Die Tiere, die beim Ordnungsamt gemeldet werden, sind überwiegend Hunde, schon mal war auch ein verletzter Schwan dabei“, so Ariane Bauer von der Pressestelle der Stadt. Bislang war für Reptilien vor allem der Terrazoo in Rheinberg Ansprechpartner.

Aktuell beherbergt der Verein am Drehmannshof mehr als 60 Hunde, die sich auf einer Fläche von rund 6000 Quadratmetern bewegen können. Mehr als 2500 Hunde wurden nach Angaben des Vereins in der inzwischen zehnjährigen Geschichte der Tierherberge aufgenommen und, wenn möglich, in gute Hände vermittelt – schließlich soll auch die Kamp-Lintforter Tierherberge immer nur Zwischenstation sein.