Kamp-Lintforter Ideen für die Landesgartenschau

Landesgartenschau 2014 in Papenburg: blühende Kunst am Schrott
Landesgartenschau 2014 in Papenburg: blühende Kunst am Schrott
Foto: imago/nph
Die Bürger sollten Ideen für eine Landesgartenschau liefern - was sie beim Neujahrsempfang auch fleißig taten. Denn Kamp-Lintfort ist eine „coole Stadt“.

Kamp-Lintfort..  Ein bisschen liest sich das wie ein Wunschzettel der Kamp-Lintforter Bürger, was da an Ideen für die Landesgartenschau zusammen gekommen ist anlässlich des Neujahrsempfangs. Dabei war Weihnachten doch grad vorbei. Die Ideenwand, die auch bei der Arena am 6. Februar aufgestellt sein wird, hatte immerhin fast 20 Einträge.

„Eine Kletterwand am Zechenturm“ war so ein Vorschlag, was der Gartenschau gut tun könnte. Oder „Die alte Dampflok über das Gelände fahren lassen“ ein anderer. „Freiluftschach“ wünscht sich ein weiterer. Und damit das mit der Bewerbung klappt, fände jemand am Tag der Bewertungskommission Sportaktivitäten auf allen Sportflächen gut. Ganz pragmatisch denkt da ein Ideengeber an die vielen Besucher, die vielleicht die Landesgartenschau anziehen könnte: „Wir brauchen einen Wohnmobilstellplatz mit Ver- und Entsorgung“ lautet die Notiz.

Inwieweit alle diese Vorschläge, die noch in den kommenden wochen und Monaten gesammelt werden, in die Bewerbung eingehen werden, sei noch unklar, erklärt der zuständige Mitarbeiter der Verwaltung, Christian Mörs: „Aber sie gehen ja nicht verloren“.

Auf einer weiteren Stellwand hatte die Verwaltung die Gäste des Neujahrsempfangs gefragt, warum „Kamp-Lintfort wie geschaffen für die Landesgartenschau“ ist. Auch da gab es originelle Vorschläge. Zum Beispiel: „Weil Kamp-Lintfort eine coole Stadt ist!“ brachte es jemand auf den Punkt. Dass die Bürger mitziehen an dem Groß-Projekt, könnte dies zeigen: „Weil wir aufbruchsbereit sind!“ und „Weil ich den Slogan Kloster Kohle Campus gut finde“.

Bürgermeister Christoph Landscheidt jedenfalls ist mit diesem ersten Aufschlag durchaus zufrieden: „Auch auf Facebook ist die Landesgartenschau ein Thema.“

Linke fürchtet „Landesgiftschau“

Weniger angetan ist dagegen die Partei „Die Linke“. Die fürchtet eine „Landesgiftschau“ wegen der Altlasten auf dem Zechengelände und der Pläne der RAG, alte Zechenschächte zu fluten. „Unsinn“, sagt der Bürgermeister, „Die Zeche ist eine Riesenaltlast seit hundert Jahren und wir haben dank der Gartenschau die Chance, dort nach dem neusten Stand der Technik zu sanieren. Das ist Handwerk für die RAG und die werden das sicherstellen.“ Es sei durchaus üblich, gerade auf Altlastengelände eine Landesgartenschau umzusetzen. Das sei beispielsweise in Leverkusen so gewesen.

Ansonsten sieht Landscheidt seine Stadt bisher gut aufgestellt im Gegensatz zu den Mitbewerbern um die Laga. „Wir haben das alles von langer Hand geplant, Bad Honnef macht jetzt erst eine Machbarkeitsstudie.“