Kamp-Lintforter finden Landesgartenschau prima

Justin, Philippe, Michele und Armin fänden es toll, wenn es mehr Grillpätze gäbe.
Justin, Philippe, Michele und Armin fänden es toll, wenn es mehr Grillpätze gäbe.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Wenn es dann mehr Grün und freie Flächen gibt, sehen viele Bürger mehr Möglichkeiten für ihre Freizeitgestaltung.

Kamp-Lintfort..  Die Bewerbung muss bis zum Herbst stehen: Bürgermeister Christoph Landscheidt hofft, viele Bürger und Vereine, Verbände und Einrichtungen für seine Pläne für die Landesgartenschau 2020 zu gewinnen und so die Stadtentwicklung noch einmal entscheidend anzustoßen. Durch die Freiraumplanung werden Bereiche wie der Kamper Berg, der Wandelweg und die ehemalige Bergwerksfläche neu gestaltet und Erholungsflächen für die Bürger geschaffen. Diese bleiben auch nach der Landesgartenschau weiter bestehen und bieten den Bürgern dann Erholungsräume und Flächen zur Freizeitgestaltung. Ein Gewinn für die Stadt also. Doch die Landesgartenschau wird das ohnehin schon klamme Stadtsäckel auch eine nicht zu verachtende Summe Geld kosten. Eine gute Idee also? Wie sehen das die Bürger im Moment?

Bergbaustadt im Wandel

Florentina Vokshi sieht das positiv: „Ich halte die Gartenschau für eine gute Idee. Vor allem halte ich als Mutter es für sehr sinnvoll, neue Spielplätze für unsere Kinder zu schaffen, denn die, die es bisher gibt, sind nicht sonderlich schön. Und meine Kleinen spielen sehr gerne draußen. Ich denke, alle Kinder würden sich sehr über Spielplätze und auch schöne große Wiesen freuen.“

Auch Ibrahima Hara kann sich für die Landesgartenschau begeistern: „Es ist immer eine sehr gute Idee, neue Gärten zu schaffen. Wenn etwas schön aussieht, ist doch jeder dafür. Und in dieser Stadt fehlen schöne Parkanlagen. Es gibt das Kloster, aber sonst … Und wenn unser Bürgermeister es plant, wird es sicher gut für die Stadt sein.“

Auch Rainer Kluge bezieht eindeutig Position: „Für Gärten bin ich immer! Ich habe früher ziemlich hoch Fußball gespielt und bin daher für alles zu haben, was im Freien stattfindet. Die Gartenschau ist eine gute Idee von Herrn Landscheidt. Ich denke zwar, dass Kamp-Lintfort immer eine Bergbaustadt bleiben wird, aber warum sollte man sie nicht schön gestalten? Wie gesagt, ich bin dafür!“

Sogar Jugendliche interessieren sich für die Idee: „Auf den neuen Wiesen kann man im Sommer sicher schön grillen und ein Park ist auch super! Hier gibt es nicht so viele Parks, wo wir nachmittags hin können, deshalb sind wir eigentlich dafür“ sind sich Justin (17), Armin (15), Michelle (15), und Philippe (14) einig.

Eine ganz andere Ansicht vertritt Silvia W.: „Ich finde die Landesgartenschau definitiv zu teuer für die Stadt! Es gibt hier so viel Armut, die Jugendlichen hängen auf der Straße oder im EK3. Kamp-Lintfort sollte lieber etwas für Jugendliche tun, anstatt das Geld so zu verschwenden. Die Stadt steckt das Geld da hin, wo es nicht hingehört. Klar ist ein Park schön, aber hier gibt es schon einen. Einer ist sogar als „Drogenpark“ verschrien. Es sollte erstmal mehr für die Jugendlichen getan werden, damit die nachmittags nicht nur abhängen, sondern Orte haben, wo sie hingehen können!“, ereifert sie sich.

Petra und Roland Ehren dagegen finden die Laga eine gute Idee: „Die Landesgartenschau kann auf keinen Fall schaden. Bis 2020 ist es ja noch etwas hin, in der Zeit kann sich viel tun. Oft wird viel zu sehr auf den Pfennig geguckt, man spart viel und verpasst dabei Möglichkeiten, die der Stadt gut tun. Die Gartenschau wird Kamp-Lintfort wieder einen Schwung nach vorne geben. Die Stadt macht das sehr gut. Wir kommen beide aus Issum und sind jedes Mal sehr überrascht, wie viel sich hier zum Positiven verändert hat. Im Gegensatz zu Moers. Moers hat den Anschluss leider etwas verpasst. Wir sind sehr für die Landesgartenschau 2020. Man muss auch mal investieren!“