Kamp-Lintfort: Studienberatung bis in die Nacht

Studienberaterin Annette Bradley (rechts) sie informiert Ann-Katrin Giesen aus Moers ( Mitte).
Studienberaterin Annette Bradley (rechts) sie informiert Ann-Katrin Giesen aus Moers ( Mitte).
Foto: Ulla Michels
Was wir bereits wissen
Die Hochschule Rhein-Waal hat Studenten aus über 100 Nationen. Vor dem Studium informieren sich dort somit nicht nur Niederrheiner.

Kamp-Lintfort..  „Das war sehr aufschlussreich, ich habe viele Infos bekommen“, ist Ann-Katrin Giesen begeistert. Gerade hat sie sich bei der Studienberatung der Hochschule Rhein-Waal schlau machen lassen. Noch schwankt die angehende Abiturientin, für welches Fach sie sich im nächsten Jahr hier einschreiben will. „Aber wahrscheinlich wird es Information- and Communicationdesign werden“, meint die Moerserin.

Studienberaterin Annette Bradley und die Studentin Julia Gast kennen sich mit allen Studiengängen aus. Und sie lieben es, wenn man ihnen Löcher in den Bauch fragt. Auch heute, bei der so genannten „langen Nacht der Studienberatung“, können sie sich über mangelnden Zulauf nicht beklagen.

Viele Fragen

Dabei geht es vor allem um Fragen wie „Welches Studium passt zu mir“, „Ist es wirklich das Richtige für mich“, „Was erwartet mich im Studium“, „Was kann ich an der Hochschule studieren“ oder „Wie hoch sind die Studiengebühren?“

Arne Schappert aus Kapellen will Logistik studieren und sich über die Studieninhalte informieren. Birgit Scheuer interessiert sich für Organisations- und Wirtschaftspsychologie. Aber auch „Bionik and Health“ könnte etwas für sie sein. Sie hat gerade in Oberhausen das Abitur gemacht. „Ich wollte eigentlich Ernährungswissenschaften studieren, aber der Studiengang hier ist breiter gefächert.“

Der Andrang an der noch jungen Hochschule, die 2009 gegründet wurde, ist beachtlich. Dies auch, weil das Konzept in Kleve und Kamp-Lintfort eine innovative, interdisziplinäre und internationale Ausbildung vorsieht. 25 Bachelor- und acht Master-Studiengänge stehen den Studierenden zur Auswahl; viele in englischer Sprache. Wobei man neben aller Wissenschaft immer auch anwendungsorientiert ist.

Dass es in Kamp-Lintfort international zugeht, kann Julia Gast nur bestätigen. Sie ist als Tutorin auch im Welcome-Center tätig. „Wir sind hier multikulti, haben viele ausländische Studenten“, spielt sie auf die Tatsache an, dass Rhein-Waal von 5000 Studenten aus über 100 verschiedenen Nationen besucht wird. „Das kommt durch die englischsprachigen Studiengänge. Wir versuchen, sie alle gut zu integrieren.“ Für so manchen aus dem Ausland seien Dinge wie Krankenkasse oder Visaanträge unbekannte Dinge. „Das hier macht mir echt Spaß“, bekundet die Tutorin.