Kamp-Lintfort: St. Bernhard startet den Umbau

Josef Lübbers, kaufmännischer Direktor (rechts), und Ottmar Köck, Geschäftsführer erläutern die  Vorgehensweise.
Josef Lübbers, kaufmännischer Direktor (rechts), und Ottmar Köck, Geschäftsführer erläutern die Vorgehensweise.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Kamp-Lintforter Klinik saniert für acht Millionen Euro das siebenstöckige Bettenhaus. Das soll 40 Monate dauern

Kamp-Lintfort..  Einen dicken Brocken hat man am Krankenhaus St. Bernhard zu bewältigen: Das gesamte Bettenhaus wird auf den neusten Stand gebracht. Insgesamt sieben Etagen und Räume mit 310 Betten werden die Handwerker sich vorknöpfen. Und sie sollen damit in rund 40 Monaten fertig sein. Ein solches Haus im Bestand umzubauen, sei schon eine Herkulesaufgabe, wie Geschäftsführer Ottmar Köck einräumte. Zusammen mit dem kaufmännischen Direktor Josef Lübbers stellte er das Großprojekt jetzt vor.

Nachdem man bereits das neue Ärztehaus mit der Dialysepraxis für sieben Millionen Euro angebaut hat, steht man nun mit der Sanierung vor dem größten Bauabschnitt. Sie schlägt noch einmal mit acht Millionen Euro zu Buche. Was auch für die Bonität des Krankenhauses spreche, erläuterte Ottmar Köck. Die wirtschaftliche Situation sei solide, deshalb spielten auch die Banken mit.

Das Gebäude stammt von 1967, und noch immer teilen sich die Patienten zweier Zimmer eine Toilette. Duschen sind teilweise auf dem Gang. „Die neuen Räume sollen hell und freundlich werden, alle mit Dusche und WC, und alles natürlich behindertengerecht“, erläuterte Josef Lübbers die Umbaupläne. Die Stationen bekämen moderne Schwesternstützpunkte.

Neu auch, dass es auf jeder Station zusätzlich ein Einzel -und ein Doppelzimmer gebe, die auf die Betreuung Schwerstbehinderter eingerichtet sind, aber auch für den Fall einer Isolation ausgerüstet seien. „Dazu wird es auch einen Vorraum mit einer Schleuse geben“, wie Pressesprecher Jörg Verfürth betonte.

Daneben wurde bereits die ambulante Patientenbetreuung ins Erdgeschoss des Funktionstraktes verlegt. Dort steht man kurz vor der Eröffnung. Die Notfallannahme bleibt wie bisher hinter dem Haus erhalten. Die neue Palliativstation, die das Haus durch Spenden finanzieren muss, ist im künftig sanierten Bettenhaus in der vierten Etage untergebracht.

Damit alle Arbeiten so verträglich wie möglich vonstatten gehen und den Krankenhausbetrieb nicht allzu sehr zu stören, sollen die Handwerker einen eigenen Treppenhausturm und einen eigenen Aufzug bekommen. Die gesamten Arbeiten werden von der Südseite, der Seite zum Garten, abgewickelt. Wobei man sich von der obersten siebten Etage aus nach unten vorarbeiten wird.

„Die gesamte siebte Etage ist seit Weihnachten frei gezogen“, schilderte Josef Lübbers. Die Patienten liegen nun auf der nagelneuen Ausweichstation im Facharztzentrum nebenan. „Sie dient auch dazu, Erfahrungen zu sammeln, ob wir tatsächlich die beste Lösung für die Modernisierung gefunden haben.“ Denn die Zimmer im Altbau werden genau nach diesem Vorbild renoviert.

Zusammen mit dem 2014 fertig gestellten Ärztehaus hat die Klinik dann 15 Millionen Euro in Bautätigkeiten investiert. Wenn das Bettenhaus saniert sei, stehe die Ausweichstation im Ärztehaus für weitere Facharztpraxen zur Verfügung, berichtete Ottmar Köck.