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Karneval

Kamp-Lintfort: Prinz Robin besucht sein Volk

06.02.2016 | 10:00 Uhr
Kamp-Lintfort: Prinz Robin besucht sein Volk
Kamp-Lintfort Helau!Foto: Volker Herold

Kamp-Lintfort.  Neben Umzügen, Prunksitzungen, Büttenreden, Bällen und Sitzungen gehören auch die Besuche zu den Aufgaben im Karnevalsverein

Spätestens seit das Rathaus am Altweibertag pünktlich um 14.11 Uhr gefallen ist, kommen Prinz Robin I. und sein Gefolge kaum noch zur Ruhe. Abends im Festzelt „musste“ der Möhnenball gefeiert werden und am nächsten Morgen sucht seine Tollität die Nähe des närrischen Volkes. Traditionell besucht der Kamp-Lintforter Karnevalsverein am Freitag vor den Umzügen zuerst die Tafel an der Friedrich-Heinrich Allee.

Für die frühe Stunde (der Möhnenball im Festzelt ging wirklich lange!) klingt das „Helau“ der ehrenamtlichen Mitarbeiter ziemlich gut. Besonders Tatjana Cesi ist in bester Feierlaune. Seit sechs Jahren engagiert sie sich für die Tafelinitative, und die letzten vier Jahre hoffte sie mit jedem Prinzen, der da kam, auf einen Orden. Es ist also ihr großer Moment, als Prinz Robin I. ausgerechnet ihr unter den „vielen guten Engeln“ einen der beliebten vier Orden umhängt.

Eine symbolische Lederhose und die Narrenkappe zieren das Ehrenzeichen, denn außer im Karneval und im Fußball liegen die Interessen des jungen Prinzen (22) in Bayern. Familiär bedingt, genau wie der Karneval. Wie so manches Kind jecker Eltern ist „Prinz zu sein“ ein langgehegter Wunsch.

Jugendprinz hätte er schon längst sein können, aber wollte den Rekord: jüngster in der Vereinsgeschichte. Robin König, so heißt er passend zum Titel mit bürgerlichen Namen, ist außerhalb der jecken Zeit Bürokaufmann in Ausbildung. Für die Festivitäten hat er frei bekommen. Sein Arbeitgeber schätzt sein Ehrenamt.

Ähnlich verhält es sich für die Jugendprinzessin Hannah II. und ihre beiden Adjutantinnen Viane und Delia. Auch die Zwölfjährigen wurden von der Schule freigestellt, um das junge Volk zu regieren.

Nach der Tafel steuert der Prinzenbus, der selbstverständlich auch standesgemäß geschmückt ist, die Kindertagesstätte Regenbogen an. Kurzes Formieren im Flur – „Du kommst hinter Robin und Du vor Bernd“ – los geht’s.

Kleine Löwen, Ninjas, Prinzessinen, Turtles und Indianer sitzen weniger närrisch, sondern ziemlich geordnet auf ihren Stühlchen im Kreis und erwidern zunächst zaghaft das „Helau“ des karnevalistischen Adels. Wie gut, dass Prinz Robin nicht alleine reist. Die 14-jährige Vivian präsentiert einen Solotanz. Begeistert klatschen die verkleideten Kleinen jetzt mit. Karneval ist eben mehr, als ein paar Tage Brauchtumspflege im Jahr, zum Beispiel Kinder- und Jugendarbeit mit Tanzgruppen.

Die letzte Vormittagsstation für den lustigen Trupp sind die Ehrensenatoren. Die präsentieren stolz ihren neuen Wagen. Einen von (natürlich!) elf, die am Rosenmontag durch Kamp-Lintfort fahren werden. Hier gibt man sich überzeugt: „Nach LaGa 2020, kommt Olympia 2024!“

Hanna Lohmann

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2016-02-06 10:00
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