Kamp-Lintfort macht Werbung für die Landesgartenschau

Silvan Olzog zeigt Enkaustik-Arbeiten (Wachsmaltechnik mit Bügeleisen).
Silvan Olzog zeigt Enkaustik-Arbeiten (Wachsmaltechnik mit Bügeleisen).
Foto: Christoph Karl Banski
Was wir bereits wissen
ie Kamp-Lintforterin hat sich ihren Wagen zur Promotionfläche für die Landesgartenschau machen lassen, beim Aktionstag wurde das Fahrzeug beim Show-Painting mit einer Blumenwiese bemalt.

Kamp-Lintfort..  Schlemmen und Schauen – das war am Samstag das Motto in der Fußgängerzone. Der Aktionstag „Kunst und Genuss“ verwandelte die „Altstadt“ zwischen Kamperdick- und Friedrichstraße in eine bunte Kunst-, Kultur- und Genussmeile. Ins Leben gerufene wurde das Veranstaltungsformat von einer Gruppe von Geschäftsleuten. „Wir freuen uns, dass wir so viele Menschen für unsere Idee begeistern konnten“, stellten die Organisatoren Angelika Sturmeit und Andreas Wiesner fest.

Der Künstler- und Ausstellungsmarkt in der Innenstadt stand ganz im Zeichen der diesjährigen Bewerbung für die Landesgartenschau 2020. Verschiedene Stände lockten die Besucher an und zeigten die Vielfalt, die die Stadt zu bieten hat. So wurde von 11 bis 18 Uhr die Moerser Straße zur Künstler- und Genießermeile und lockte Einheimische und Gäste von außerhalb in die Altstadt.

Menschliche Puppen

25 Kunstpavillons, die neben Gemälden, Schmuck und anderen Dekorationsartikeln auch eine menschliche Schaufensterpuppe zu bieten hatten, luden zum Schlendern ein. Einige Genusspavillons, wie Wein- oder Marmeladenstände, zeigten die kulinarische Vielfalt Kamp-Lintforts.

Die Landesgartenschau war an mehreren Stellen präsent: Am Infopavillon der Stadtverwaltung kamen Mitglieder des Förderkreis mit Besuchern ins Gespräch. Eyecatcher und Aufhänger vieler Gespräche waren die LaGa-T-Shirts. Im Farbenzelt verwirklichten sich große und kleine Künstler – unterstützt von der Kamp-Lintforter Malschule – mit Blumenmotiven auf kleinen Leinwänden. Nebenan entstanden im Zelt der Sekundarschule Hunderte von Origami-Pflanzen. „Die große Unterstützung aus der Bürgerschaft, den Vereinen, den Schulen und den Unternehmen für unsere Landesgartenschaubewerbung ist wirklich unglaublich“, unterstrich Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt. Petra Schrucken vom Förderkreis der Landesgartenschau erklärt: „Die Bewerbung muss bis zum ersten September abgeschickt sein.“ Bis dahin sei allerdings noch viel Arbeit nötig. Konzepte und Pläne müssen erarbeitet, die Öffentlichkeit muss mit einbezogen und die Bewertungskommision muss überzeugt werden.

Als weitere Werbung für die LaGa gab es Show-Painting, ein spannendes Graffitiprojekt.

Gute Werbung

Frank Tümmermann, Geschäftsführer der Karosserie-Lackierungsfirma Pleger&Tümmermann und Louis de Chateau, Airbrushdesigner aus Köln, verschönerten einen weißen Renault, mit dem die Besitzerin Daniela Bulut nun Werbung fahren wird. Das Auto wurde vorweg mit einer Werbeaufschrift beklebt, poliert und für den „Kunst und Genuss“ Tag vorbereitet.

Am Samstag fügte de Chateau dann eine Blumenwiese auf der Motorhaube und dem gesamten vorderen Teil des Autos hinzu. „Wir haben halt was übrig für Kunst und Kultur“, erklärt Tümmermann, der gerne ehrenamtlich für die Landesgartenschau mitarbeitet. Um 16.30 Uhr fuhr der Bürgermeister eine Runde mit dem Auto durch die Innenstadt. Trotz des Regens und der eisigen neun Grad konnten sich die Initiatoren über viele Besucher freuen.