Kammermusikfest Kloster Kamp lädt ein

Ziehen an einem Strang fürs  Kammermusikfest Kloster Kamp: Alexander Hülshoff, Eva Welling, Katharina Apel-Hülshoff, Guido Lohmann, Jeannette von der Leyen, Andreas Kaudelka (von links).
Ziehen an einem Strang fürs Kammermusikfest Kloster Kamp: Alexander Hülshoff, Eva Welling, Katharina Apel-Hülshoff, Guido Lohmann, Jeannette von der Leyen, Andreas Kaudelka (von links).
Foto: Ulla Michels
Was wir bereits wissen
Das Eröffnungskonzert des Kammermusikfests Kloster Kamp findet am Mittwoch, 5. August. 20 Uhr, im Audimax der Hochschule Rhein-Waal statt.

Kamp-Lintfort..  Das dürfte vielen Menschen neu sein: Ludwig van Beethoven hat einen „Gassenhauer“ geschrieben. Wer wissen will, wie sich das anhört: Das Trio für Klavier, Klarinette und Violoncello erklingt unter anderem beim Eröffnungskonzert des Kammermusikfests Kloster Kamp am Mittwoch, 5. August. 20 Uhr, im Audimax der Hochschule Rhein-Waal. Daneben stehen folkloristische Werke von Schumann und Dvorak.

Das Kammermusikfest geht in der letzten Ferienwoche in seine 12. Runde. Es gibt ein Konzert mehr als im vergangenen Jahr, also sieben. Daneben sind alle vormittäglichen Proben im Kloster Kamp öffentlich und kostenlos. Das gehört zum Konzept des Kammermusikfests. Es soll möglichst vielen Menschen den Zugang zur klassischen Musik erleichtern.

„Die Proben sind für manchen sogar das Wichtigste“, weiß Jeanette von der Leyen, die das Fest ehrenamtlich mitorganisiert. Bis zu 60 Menschen seien oft dabei, wenn sich die hochkarätigen Musiker ihre Stücke erarbeiten. Es gibt eine feste Fan-Gemeinde. Da traut sich auch ein Zuhörer schon mal zu einem der Musiker zu sagen: „Sie werden jedes Jahr besser“, berichtet von der Leyen.

Romantische Werke

Die Spätromantiker stehen am Donnerstag, 6. August, auf dem Programm, wenn Werke von Chatschaturjan, Suk und Dohnanyi in der Alten Schmiede erklingen. Die Soirée am Freitag im Rokokosaal hat Reger, Beethoven und Brahms im Blick, während die Soirée am Samstag, 8. August, im Moerser Martinstift klassisch daher kommt mit einem Streichtrio von Schubert und Fantasiestücken von Schumann. Das Nachtkonzert am Samstag, 8. August, 22 Uhr, lädt an einen Ort mit besonderer Atmosphäre: die Dorfkirche Baerl. „Meine Seele ist traurig bis zum Tode“ heißt das rhythmisch prägnante und eingängige Streichquartett des Spätromantikers Guillaume Lekeu. Es folgt ein Klarinettenquintett von Penderecki und das Divertimento von Mozart.

Am Sonntag ist das Kammermusikfest zu Gast in Schloss Ossenberg mit Faré, Strawinsky und einem romantischen Streichquintett von Onslow. Das Abschlusskonzert – traditionell auf Schloss Bloemersheim – bietet Folkloristisches von Beethoven und Enescu.

Die künstlerische Leitung des Festes liegt bei Katharin Apel und Alexander Hülshoff. Sie haben herausragende Musiker verpflichtet. 16 Musiker aus neun Ländern bestreiten die Konzerte, unter ihnen die deutsche Geigerin Lena Neudauer, die Geiger des Talich-Quartetts, Jan Talich und Roman Patockasowie den Bratschisten Alexander Zemtsov, der zwei Professuren in Wien und London inne hat.