Jetzt gar kein Industriegebiet
25.01.2011 | 17:37 Uhr 2011-01-25T17:37:00+0100
Moers.Sprachlosigkeit. Die einen freuen sich verhalten, die anderen ballen die Faust. Die Verwaltung arbeitet mit Hochdruck daran, ihre Glaubwürdigkeit zu verspielen. In einem nüchternen Dreizeiler verkündete die Stadt gestern Abend, dass Bürgermeister Ballhaus die Ansiedlung von Industrie in Kapellen noch einmal überdacht habe. Das Thema sei vom Tisch.
Richtig gelesen: nicht Kohlenhuck, nicht Kapellen, sondern gar nicht. Überraschend, nachdem man über die Weihnachtstage die gesamte Flächennutzungsplanung von zwei Jahren in Bezug auf die Ansiedlung eines Industriegebietes über den Haufen geworfen hatte. Der Zeitpunkt riecht nach Reißleine. Heute soll es im Nachhaltigkeitsbeirat die erste große Protestaktion der Kapellener Bürger geben, morgen im Stadtentwicklungsausschuss die nächste. Wenn es der Plan war, den Protesten die Basis zu entziehen, so ist er misslungen. Gudrun Tersteegen von „Mein Kapellen“: „Die Ansiedlung eines Autohofs ist damit ja nicht vom Tisch.“ Außerdem entscheide am Ende die Politik.
Ginge es nach wir4-Wirtschaftsförderer Hans-Peter Kaiser, käme es dabei zur Ausweisung von Industriefläche in Kohlenhuck. „Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass jede Kommune auf Arbeitsplätze, Image, Steuern und eine gute Basis für die Zukunft aus ist.“ Man habe aber noch Flächen in Kamp-Lintfort, Rossenray und das Kohlenfeld, die interkommunal als Industriestandort vermarktet werden können. Was unter Industrie zu verstehen sei: Zuletzt habe man Netto, Konika Minolta und TKMax keine Logistikflächen anbieten können. „Saubere Firmen, die nun woanders insgesamt 1400 Arbeitsplätze geschaffen haben.“
17:25
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23:09
nur noch peinlich ..........
21:36
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12:25
Schade, dabei hätte kapellen ein paar arbeitsplätze gebrauchen können. und so ein autohof würde kapellen auch nicht hässlicher machen, zumindest nicht dort, wo er geplant ist. wäre ja beides am ortsrand gewesen, lkw-verkehr in richtung autobahn, also nicht durch den ort abgeflossen.
10:11
Was das Gerede eines Herrn Kaiser wert ist, kann man in der Realität betrachten, wenn man durch den Wir4 Gewerbepark Genend fährt. Dieser liegt nach vielen Jahren immer noch zu mehr als fünfzig Prozent brach. Im aktuellen Entwurf des FNP wird dort sogar Gewerbefläche zurückgenommen. Ironisch ausgedrückt: Ein wahrlich gelungenes Projekt interkommunaler Zusammenarbeit!
10:08
Ob die Stadt Moers mit einem solchen Bürgermeister glücklich bedient ist? Mit seiner
Allmacht erst links blinken und dann rechts rum die Kurve kriegen. Die Enscheidungen halte ich
für wankelmütig und nicht nachvollziehbar.