Jederzeit auftanken in Moers

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Zehn kostenlose Strom-Ladestationen laden Pedelec-Fahrer ein, die Grafschaft zu erkunden. Eine neue App weist dem modernen Radler den Weg auf fünf Routen zwischen zwölf und 21,5 Kilometern – und zur Gastronomie zur einkehren .

Moers..  Was unterscheidet den Niederrein von der Eifel? Er ist, sofern man von Landmarken wie den Halden oder kleinen Höhenzügen wie den Rheurdter Höhen absieht, ziemlich flach, somit prädestiniert fürs Fahrradfahren und den Fahrradtourismus. Seit es die Pedelecs oder E-Bikes, also Räder mit Elektroantrieb gibt, werden die Touren auch länger. Stadtmanager Michael Birr suchte sich für den Start in den E-Bike-Tourismus am Niederrhein die richtigen Partner.

Was braucht man für eine zünftige Radtour? Ganz klar: einen fahrradfreundlichen Weg, ein wirklich schönes Ziel, die eine oder andere Gastronomie zum Einkehren und, sofern man mit einem Pedelec unterwegs ist, eine Elektrotankstelle für den Drahtesel. In Moers gibt es jetzt zehn Ladestationen, fünf Routen zwischen zwölf und 21,5 Kilometern, Navigation per App – Moers ist bereit für die nächste Fahrradsaison.

Michael Birr setzt dabei auf einen Wachstumsmarkt: „2012 wurden in Deutschland 380 000 Pedelecs verkauft – der Markt boomt.“ Daher lautet sein Ziel, ein flächendeckendes Angebot von E-Bike-Ladestationen zu schaffen. Birr: „Wir haben uns Partner gesucht, die was zu bieten haben.“ Diese stammen naturgemäß in erster Linie aus der Gastronomie, aber auch der Energieversorger Enni mit dem Sportpark, die Sparkasse und die Volksbank sind dabei.

Ein Netzwerk für die neue Zielgruppe

Hotelier Elmar Welling ist ebenfalls mit von der Partie: „Radfahren ist eine Kernkompetenz des niederrheinischen Tourismus. Wir stellen fest, dass man eine ganz andere Zielgruppe ansprechen kann.“ Aber für diese Zielgruppe muss man was tun: „Die Ladestationen sind nur ein Baustein“, so Welling, „wir brauchen das Netzwerk, um Kompetenz zu zeigen.“

Und da reicht es nicht aus, nur das kostenlose Aufladen der E-Bikes anzubieten. Der Radtourist von heute navigiert nicht mehr mit einer zerknitterten Karte in der Hand, sondern mit dem Smartphone am Lenker. Also musste eine passende Software her, die mit Naviki gefunden wurde.

Ein wenig kompliziert ist es schon, sich zu den Moerser Touren durchzuklicken, aber das Prozedere ist in der Broschüre „Auftanken in Moers“ gut beschrieben. Die Broschüre wiederum, herausgegeben vom Moerser Stadtmarketing, findet man zum Download unter www.moers-radtouren.de. Dort gibt’s auch alle Infos zu den fünf Moerser Fahrradrouten. Übrigens: In den Hotels Zur Linde in Repelen und Van der Valk stehen sowohl E-Bikes als auch herkömmliche Räder zur Ausleihe bereit.

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