Infos für die Nachbarn an der Wiesfurthstraße

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Neukirchen-Vluyn..  Bei den Nachbarn der Gebäude des CJD NRW war der Unmut groß. Sie fühlten sich in der Beschlussfassung über die Unterbringung von Flüchtlingen in einem der Gebäude an der Wiesfurthstraße übergangen und wollten mit der Verwaltung diverse Fragen klären. Bürgermeister Harald Lenßen hatte in der jüngsten Sitzung des Rates angekündigt, dass es zeitnah eine Infoveranstaltung für die Anwohner geben sollte. Diese ist jetzt terminiert für Mittwoch, 22. April. Um 19 Uhr sollen die Pläne im Sport- und Freizeitpark Klingerhuf vorgestellt werden.

Anfang Januar hatte der Haupt- und Finanzausschuss den Ausbau der ehemaligen Dörpfeldschule zu einem Übergangsheim beschlossen. Die Umbauarbeiten dort haben mittlerweile begonnen. „Seither haben die Flüchtlingszuweisungen jedoch derart stark zugenommen, dass auch die damit geschaffenen Kapazitäten sehr bald erschöpft sein werden“, erinnert die Stadtverwaltung. Insofern hatte der Rat entschieden, ein Gebäude des CJD für zwei Jahre anzumieten. In diesem Gebäude sollen in der Regel maximal 60 Personen leben. Das Mietverhältnis beinhaltet eine Option zur Verlängerung um zwei Jahre bei Bedarf. Wie im Fall der Dörpfeldschule möchte die Stadt alle Bürger, insbesondere die direkten Anwohner über die geplante Maßnahme informieren. Gemeinsam mit Vertretern der Grafschafter Diakonie im Kirchenkreis Moers, die in der Flüchtlingsbetreuung tätig ist, lädt die Stadt nun zum Infotreffen ein. Die Anwohner rund um das CJD-Gelände erhalten in diesen Tagen eine schriftliche Einladung.

Wegen der zu erwartenden Flüchtlingszahlen in der Zukunft sucht die Stadt parallel nach preiswertem privatem Wohnraum, der zur Unterbringung von Flüchtlingen angemietet werden kann. Eigentümer können sich an das Sozialamt der Stadt, Martina Schönfeldt, 02845 /391 118 wenden.

Derweil sind am Hugengraben bei einem der stillgelegten der insgesamt drei Gebäude zur Unterbringung von Flüchtlingen die Fenster im Erdgeschoss mit Brettern vernagelt worden. „Präventiv“, sagt die Stadt.