In allen Facetten

Luft nach oben ist bekanntlich immer: Gerade im Sport. Doch der Handball-Sport in unserer Region genießt einen beachtlichen Stellenwert. Die Speerspitze bilden eindeutig die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort. Das Team wird seit Jahren – mit kurzen Unterbrechungen – vom TuS-Urgestein Bettina Grenz-Klein trainiert.

In allen anderen Nachbarortschaften gibt sonst der Herren-Handball den Ton an: Bei Verbandsligist SV Neukirchen herrscht derzeit eine euphorische Stimmung – namhafte Spieler wie Jörg Förderer oder Christian Ginters lassen auf bessere Zeiten und spannendere Spiele als zuletzt hoffen. Ligarivale Moerser Adler HSG steht zum wiederholten Mal vor einem notwendigen personellen Umbruch. Neutrainer Stefan Hüfken hat künftig viel Arbeit vor sich. Danach reihen sich gute Vereine ein. In der Landesliga vom TV Schwafheim, über Aufsteiger HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen bis zum TV Issum; zum anderen in der Bezirksliga, in der mit der Moerser Adler HSG II, dem SV Neukirchen II und dem TuS Lintfort etliche Derbys anstehen – und aus dem Norden hat sich mittlerweile der TuS Xanten mit großen Schritten angeschlichen – allesamt mit Luft nach oben.

Hoffen auf die Zukunft

Die gibt es im Volleyball auch. Denn nach dem Rückzug aus der Bundesliga vom einstigen deutschen Meister sowie deutschem und europäischen Pokalsieger Moerser SC krebst das Herrenteam derzeit in der Regionalliga rum. Und den Damen geht es etwas tiefer angesiedelt auch nicht besser. Nur die Jugend hält die einstige Volleyball-Flagge hoch. Und lässt damit für die Zukunft hoffen. Die wird auch von zahlreichen Tennisvereinen in der Region geboten. In allen Facetten. Der TC Moers 08 schickt seit Jahren seine Tennis-Damen in die 1. Bundesliga, serviert damit regelmäßig im Sommer Weltklasse-Tennis mit Spielerinnen, die sich oft auch auf der Tour durchsetzen können. Dazu kommt in nahezu allen Vereinen eine solide bis erstklassige Jugendarbeit. Auch das ist Zukunft.

Dazu gesellt sich die Leichtathletik, die vorrangig von Jugendlichen und jungen Erwachsenen für echte Sportfans gemacht wird. Dabei gab es Olympiateilnehmer vom Niederrhein schon öfter. Allerdings kommen aus unserer Region auch Olympiasieger.

Weltklasse-Hockeyspieler

Beispiele gefällig? Bitte sehr: Benjamin Kleibrink hat das Florettfechten im Landesleistungszentrum vom Fechtclub Moers gelernt. Damals, beim nun in den Ruhestand verabschiedeten Trainer Herbert Wagner, der nie einen Hehl aus seiner Liebe zum Niederrhein gemacht hat. Dazu kommt das Hockey-Brüderpaar Benjamin und Timo Weß, das beim heutigen Moerser TV die ersten Schritte zur absoluten Weltklasse gemacht haben.

Dann tummeln sich in der Region Kindersportbegeisterte, Turner, sensationelle Seniorensportler – wie die Familie Ritte – bis zu Top-Sportlern mit Handicap. Gelebte Inklusion.