Im Linienbus zur Hochzeit
06.09.2009 | 19:11 Uhr 2009-09-06T19:11:00+0200In dieser 15 Meter langen "Strecht-Limo" hatten alle Hochzeitsgäste Platz.
Das ist kaum zu toppen: 15 Meter lange Stretch-Limo inklusive Fahrer, darin Platz für die komplette Hochzeitsgesellschaft und sogar noch ein paar zufällige Zaungäste, keine Parkplatz-Sorgen – und das ganze für lau, weil sich der Sponsor freiwillig meldet. Elke Schroers und Siegried Gainzger fuhren gestern ins Glück: mit der 911.
Gut, der NIAG-Chauffeur wusste jetzt nichts davon, dass er hier gerade eine ganz besondere Tour fährt, und staunte nicht schlecht, als festlich gewandete Menschen und Presseleute an der Haltestelle Utfort Rathaus den Gelenkbus stürmten. Zwar hatte Elke Schroers die Verkehrsbetriebe rechtzeitig informiert, und die hatten auch einen 911-Fahrer in Kenntnis gesetzt. Aber weil die versammelte Gesellschaft schon parat war, stürmte sie einen Bus früher als geplant. Wie gut, dass die Pressesprecherin des Unternehmens, Beate Kronen, vor Ort war. Sie hatte auch die nötige Anzahl Tagesfahrkarten dabei, die die NIAG bei der wohl bisher ersten und einzigen Hochzeitstour der Firmengeschichte natürlich spendierte.
Freunde dachten an einen Scherz
Um kurz nach zehn hielt der Hochzeitsbus am Kö. Zeit satt bis zum Trautermin um elf, niemand musste sich abhetzen, alle waren pünktlich, jeder wusste wohin. Ein guter Start für eine Ehe. Und einer, der zeigt, dass die beiden Brautleute auf jeden Fall das haben, was ihnen der Standesbeamte als wichtig für das Gelingen einer Ehe ins Stammbuch schrieb: Humor.
Die Freunde hielten es zunächst für einen Scherz, als das Paar ankündigte mit dem ÖPNV zum Standesamt schaukeln zu wollen. Schließlich stehen zu Hause im Utforter Feld zwei Kombis, und – Hand aufs Herz – die beiden sind schon lange nicht mehr Bus gefahren. Die Idee war auch nicht dem zu Kirmes-Beginn üblichen Ausnahmezustand in der Moerser Innenstadt geschuldet: „Das war das letzte, woran wir gedacht haben, als wir den Termin festgelegt haben”, gibt Elke Schroers zu.
"Hach, wir wollten schon lange mal heiraten"
Die 43-Jährige ist wahrscheinlich zu Handelsschulzeiten zuletzt regelmäßig Bus gefahren. „Vor allem, wenn wir blau gemacht haben”, verriet ihre beste Freundin und Trauzeugin, Sabine Krönung gestern augenzwinkernd, „im Bus war es ja immer schön warm.” Sie jedenfalls hat ein gutes Gefühl bei dieser Ehe: „Die zwei kennen sich ja schon lange.”
Ja, dass die beiden überstürzt gehandelt hätten, kann man nicht behaupten: Sie kennen sich seit 30 Jahren, seit 18 Jahren sind sie ein Paar, sie haben drei gemeinsame Kinder im Alter zwischen sieben und 14 Jahren. Warum ausgerechnet jetzt die Ringe tauschen? „Hach, wir wollten schon lange mal heiraten, aber es war nie die Gelegenheit”, meint Siegfried Gainzger. Elke Schroers ergänzt: „Es sollte halt alles passen. Und für uns war es eben jetzt passend.”
Und mit dem Bus zurück nach Utfort
Nach der Trauung, die dem Ehemann den neuen Namen Siegfried Schroers-Gainzger verschaffte, ging es auch wieder mit dem Bus gen Utfort. Da wurde der einzige Nachteil der XXL-Limousine der NIAG deutlich: Auch wenn der Chauffeur es für das junge Glück noch so gern getan hätte – auf die Hup-Fanfare musste er verzichten.
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Nicht schlecht :-)))
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Na Super Idee