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Stadtentwicklung

Im Herbst sollen zwei Weiße Riesen fallen

10.03.2009 | 18:47 Uhr

Bürgermeister und Investor sind optimistisch, dass es den Hochhäusern jetzt an den Kragen geht. Einkaufszentrum wird kleiner.

Teilweise sind die Fenster an den Häusern zerstört. (Foto: Peter Oelker)

Kamp-Lintfort. Jetzt heisst es Daumen drücken. Denn wenn alles nach Plan läuft, dann werden zwei der drei weißen Riesen im Herbst nicht mehr stehen. Sowohl Bürgermeister Dr. Christoph Landscheidt als auch Theo Bruns vom Investor Ten Brinke, dem die zwei Hochhäuser gehören, sind sicher, dass der Abriss in diesem Sommer realisiert wird.

Und auch das dritte Hochhaus, auf das Ten Brinke eine Kaufoption hat, steht vor dem Fall. „Hier sind noch gut 80 Wohnungen belegt. Die müssen entmietet werden. Dafür wird die Stadt einen Sozialplan erstellen”, sagte Landscheidt gestern. „Im Frühjahr 2010 könnte dann mit dem Abriss begonnen werden.”

Ankündigungen, die auch die Mitglieder des Stadtentwicklungssausschusses gestern gerne hörten. Sie konnten schon den Blick in die Zukunft ohne die drei Riesen machen, denn ihnen wurden die überarbeiteten Planungen für das neue Einkaufszentrum vorgestellt. Dazu konnte Bruns neue Einzelheiten mitteilen. So wird die geplante Verkaufsfläche weniger als 7900 Qaudratmeter betragen. Man werde also kleiner als das Areal von Real. 4600 würden auf den Verbraucher-, 1500 auf einen Elektrofachmarkt entfallen. Dazu sollen drei größere Fachgeschäfte mit den Schwerpunkten Bekleidung, Gesundheit/Pflege und Spielwaren kommen. Und dann noch ein paar kleinere Shops, eine Apotheke, Gastronomie. Auf dem mit einer Rampe erreichbaren Parkdeck soll es 210 Parkplätze geben. „Wir haben auch aus dem Bereich Kamp-Lintfort erste Anfragen”, freute sich Bruns und wertete dies als örtliche Anerkennung des neuen Einkaufszentrums.

Auch verkehrsplanerisch stehe die Stadt vor keinen unlösbaren Hausaufgabe. Das Besondere an diesem Neubau sei die Tatsache, dass man nicht wie früher auf die grüne Wiese gehe, sondern mitten in der Stadt baue. Fußgänger und Radfahrer, aus Kamp-Lintfort, Autofahrer sowieso, könnten das „EK 3 - Einkaufen unter den drei Eichen” bequem erreichen. Läuft weiter alles nach Plan, dann könnte 2012 Eröffnung sein, so Bruns. „Mit der Landesgartenschau und den ersten Studenten.”

Michael von LEHMDEN

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