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Hundeschule warnt vor angeblich vergifteten Leckerlis

27.08.2013 | 11:54 Uhr
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Hundeschule warnt vor angeblich vergifteten Leckerlis
In Moers sollen angeblich vergiftete Leckerlis an einen Hund verfüttert worden sein.Foto: Matthias Graben/Waz Fotopool

Essen.  Eine Hundeschule aus Moers hat vor angeblich vergifteten Leckerlis gewarnt, die laut einer Halterin von zwei Personen verteilt worden sein sollen. Bei der Polizei ist bisher keine Anzeige eingegangen. An der Vorgehensweise der Schule gab es offenbar Kritik - sie hält die Warnung aber für richtig.

Die Hundeschule DHK aus Moers hat Hundehalter vor angeblichen Giftködern in der Region gewarnt. Im Internet veröffentlichten Mitarbeiter ein Flugblatt mit der Aussage: "Achtung! In Moers-Schwafheim gibt sich ein älteres Ehepaar als angebliche Tierfreunde aus. Sie fragen Hundebesitzer, ob sie den Hunden ein Leckerchen geben dürfen. Achtung! Diese Leckerchen sind vergiftet."

In einem Medienbericht wird der Besitzer der Hundeschule, Christian Hackl, mit der Aussage zitiert, die Warnung gehe auf das Erlebnis einer Bekannten zurück. Demnach scheint aber bislang keineswegs geklärt, ob die angebliche Vergiftung des betroffenen Tieres überhaupt auf die Leckerlis zurückzuführen sei - und ob die offenbar beobachteten Menschen dem Tier überhaupt bewusst einen möglichen Schaden zufügen wollte.

Die Polizei hat von der Angelegenheit bislang jedenfalls nur aus der Presse erfahren. "Bei uns ist keine Anzeige eingegangen", sagte Ralf Awater, Sprecher der Kreispolizei Wesel.

Hundeschule veröffentlicht Mitteilung im Netz

Auf Nachfrage der WAZ wollte sich der Hundeschulen-Besitzer nicht zu der Angelegenheit äußern. Er werde gegenüber den Medien keine Stellung mehr beziehen, sagte Hackl. Er verwies auf eine Mitteilung im Internet. Darin schreibt er, als Betreiber einer Hundeschule sehe er es als seine Aufgabe an, "im Sinne des Tierschutzes jedwede Warnung auf Giftköder, Tiermisshandlung oder sonstige Gefahren für Hunde und alle anderen Tiere ernst zu nehmen."

Tierschutz
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Offenbar gab es allerdings Kritik an der Vorgehensweise der Hundeschule, bereits eine Warnung auszusprechen, obwohl viele Fakten noch nicht überprüft worden seien. Dem entgegnet Hackl: "Mein Team und ich sehen es als erforderlich an, in solchen Fällen zunächst eine Warnung auszusprechen und im Folgenden zu verifizieren, inwiefern Tatsachen die Warnung rechtfertigen."

Der "zeitliche Verzug, den die eigene Prüfung auf Wahrheitsgehalt" mit sich bringen würde, lasse "wertvolle Zeit der Warnung vergehen". Man würde sich es nicht verzeihen, wenn ein Tier zu Schaden komme, weil man Informationen nicht veröffentlicht hätte.

Betreiber bestreitet Vorwurf der Eigenwerbung

Der Hundeschule wird offensichtlich auch vorgeworfen, mit der Warnung Eigenwerbung betreiben zu wollen. Dieser Auffassung widerspricht Hackl. Da könne "uns oder anderen Hundeschulbetreibern zukünftig jede öffentliche Warnung oder Sensibilisierung auf Gefahren für Tiere als Eigenwerbung ausgelegt werden". Betreiber von Hundeschulen müssten "wohl auch zukünftig mit solchen Unterstellungen leben". Dieser Umstand werde ihn aber nicht davon abhalten, auch in Zukunft bei möglichen Gefahren für Tiere "im Sinne des Tierschutzes" zu warnen.

Arne Schleef

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