Tierschutz
Hunde hetzen Wildtiere in Moers zu Tode
02.09.2010 | 17:59 Uhr 2010-09-02T17:59:00+0200
Moers.Erst kürzlich entdeckte Horst Heuken im Lauersforter Wald in Moers eine von Hunden beinahe zu Tode gehetzte Ricke. Das Reh hatte Junge. Immer wieder verletzen frei laufende Hunde Wildtiere. Jäger und Jagdaufseher wollen Hundehalter nun aufklären.
Der Lauersforter Wald ist ein Erholungsgebiet – ist und bleibt aber auch ein Wald, der etliche heimische Wildarten beherbergt. Es kommt es immer wieder dazu, dass frei laufende Hunde das Wild aufscheuchen und hetzen, oft auch durch Bisse verletzen.
Erst kürzlich fand Horst Heuken eine führende Ricke, also ein Muttertier, das von einem wildernden Hund fast zu Tode gehetzt worden war. Nun wollen Jäger und Jagdaufseher etwas dagegen unternehmen.
Jagdaufseher Heuken will das Problem praktisch lösen: „Wir gehen auf die Hundehalter zu und bieten einen Kurs an.“ Zehn Stunden sind es, in denen Hundehalter lernen, wie man sich in Wald und Feld verhält, lernen, wann das Rehwild besonderen Schutz be-nötigt. Und sie lernen, wie ihr Hund auf Pfiff gehorcht und sofort zurückkommt, auch wenn er gerade ansetzt, hinter einem Hasen, Kaninchen oder Reh her zu hetzen.
Tote Kitze auf der Halde Norddeutschland
Jeder Hund wildert, das weiß auch Horst Heuken. Alfred Nimphius, Pressesprecher der Kreisjägerschaft, fügt hinzu: „Der Jäger schützt die Hunde, denn er ist verpflichtet, gut ausgebildete Hunde bei der Jagd zu führen.“ Aber eben gut ausgebildete Hunde, da liegt der Hase im Pfeffer.
Nimphius gab kürzlich im eigenen Revier bei Rheinberg einem Stück Rehwild den Fangschuss, nachdem es von einem Schäferhund gehetzt und durch Bisse schwer verletzt wurde. „Der Hundehalter hat sich vorbildlich verhalten und die Polizei benachrichtigt. Die rief mich an, und ich konnte das Tier erlösen.“
Solche Geschichten kennt jeder Revierinhaber; Horst Heuken fand ein Reh, das von einem Hund gegen ein Tor gehetzt wurde und stecken blieb, während der Hund sich in die Hinterläufe verbiss. Otto Sartorius, Vorsitzender des Naturschutzbundes in Kamp-Lintfort, weiß von toten Kitzen auf der Halde Norddeutschland und begrüßt die Initiative der Jäger ausdrücklich.
Heuken rät allen, deren Hund im Wald verschwindet, neben der Polizei auch die Jäger zu rufen: „Wir helfen, den Hund zu finden.“ Der erste Kurs für Hundehalter läuft bereits mit großem Erfolg, das Verständnis für den Lebensraum Wald wächst.
17:42
Auch ich, als Hundehalter bekomme regelmäßig die Krise, wenn ich sehe wie lausig die meisten Hunde gehalten werden. Die Erziehung schenkt man sich - macht ja Arbeit. Spaziergänge sind auch nur solange interessant wie das Wetter gut ist, dann werden die Tiere einfach in den Garten geschickt und sch... dort alles zu. Vor lauter Langeweile wird dann jeder Spaziergänger angekläfft. Aber man liebt ja seine Hunde, bloß die Mühe und Konsequenz der Erziehungsarbeit die möchte man nicht leisten.
Hunde haben nicht zu jagen und wer nicht imstande ist, seinen Hund abzurufen, selbst wenn zwei Meter von diesem entfernt ein Reh aus den Büschen springt, der sollte besser gar keinen Hund halten.
12:18
Jäger neuerdings forensiche Kriminalisten?
Sofern man den Hund nicht direkt beim Töten des Wildes beobachtet, kann niemand behaupten, dass es sich um ein Hundeopfer handelt.
Zahlreiche Wildtiere verenden elend, weil Jäger keinerlei Schießleistung nachweisen müssen, und werden später als Fallwild irgendwo gefunden - oft bis zur Unkenntlichkeit verwest.
Fallwild wird häufig von anderen Carnivoren angefressen (Fuchs, Dachs...) - aber dem Jäger ist das egal: Alles, was man draußen tot findet, ist selbstverständlich Opfer wildernder Hunde.
Mannomann - und das von Personen, die in Dreiwochenkursen (von wegen grünes Abitur!) für teures Geld ihre Lizenz zum Töten erwerben und sich dann per Pacht oder Begehungsschein als Herren über Leben und Tod aufpielen....
12:14
@ #43: in Deutschland haben wir für Hunde einen leinenzwang, ken Hund darf da frei rumlaufen.
Wieder einer, der zwar die gesetzlichen Bestimmungen nicht kennt, dafür aber laut schreit.
Es gib 16 Landeshundegesetze, fast alle regeln eine Anleinpflicht INNERHALB geschlossener Ortschaften. Die Regelungen für andere Bereiche variieren, aber eine generelle Leinenpflicht gibt es nur für bestimmte Rassen, und auch diese kann in den meisten Bundesländern durch Wesenstest zurückgenommen werden.
08:26
@32: selten so was negatives durch einen Hunehalter gelesen. Bin selbst ein solches Individuum, aber Ihre Meinung kann ich und sollten alle Hundehalter nicht teilen. 1.) ..mein Hund wildert eigentlich nicht... also eigentlich doch. Wenn dem so ist muß das nicht raus wie sie sagen, sondern müssen Ihre Lieblinge an die Leine. Ein ableinen ist in Deutschland nur zulässig wenn andere Menschen oder Tiere dadurch nicht gefährdet sind oder belästigt werden. 2.) Dioe Hinterlassenschaften sind zu entsorgen. Besonders auf einem Friedhof. Ich weiß nicht, wie sie darauf kommen so etwas egal wo liegen zu lassen. Es ist einfach ekelig, wenn auf den bekannten Hunderouten ein Sch....haufen nach dem anderen liegt. Und auf einem Friedhof ... Ich bitte Sie. Kein Kommentar.
14:58
Wehe wenn sie losgelassen
Hund einfach durch Auto ersetzen.
Was der Hund darf darf ein Auto, selbstverständlich mit Fahrer !, auch. Freilauf für Hund auf allen Wiesen - Freie Fahrt auf allen Straßen.
16:18
Warum so einen Wind, in Deutschland haben wir für Hunde einen leinenzwang, ken Hund darf da frei rumlaufen.
11:14
#32
Ich zahle auch Steuern. Darf ich auch überall hinkoten. Und sie wundern sich über Hundehasser?
19:44
Zitat aus dem Artikel: Erst kürzlich fand Horst Heuken eine führende Ricke, also ein Muttertier, das von einem wildernden Hund fast zu Tode gehetzt worden war
Kurzfassung: ein Hund - fast tote Ricke
Eine Frage an den Autor: Wie enstand eigetnlich die Überschrift ???:
Hunde hetzen Wildtiere in Moers zu Tode
Kurzfassung: mehrere Hunde - mehrere Wildtiere - tot
Das gibst doch sonst nur bei den 4 Buchstaben ....
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