Hospizverein Neukirchen-Vluyn sucht Helfer

Der Gedenkstein auf dem Neukirchener Friedhof.
Der Gedenkstein auf dem Neukirchener Friedhof.
Foto: Waz FotoPool
Was wir bereits wissen
Von Patienten sei verstärkt auch der Wunsch nach männlichen Zuhörern geäußert worden. Am Montagabend war Mitgliederversammlung. Rudolf Weth wurde als Beiratsvorsitzender verabschiedet.

Neukirchen-Vluyn..  Der Hospizverein will verstärkt auch männliche Hospizhelfer ansprechen. „Wir überlegen jetzt, eine Qualifizierungsmaßnahme für Helfer anzubieten“, kündigt die Vorsitzende Kornelia Kuhn an. Die Ausbildung dauert 60 Stunden und wird an Abenden und an Wochenenden durchgeführt, sie ist für die Interessenten kostenlos.

Der Wunsch nach männlicher Begleitung sei verstärkt von den Patienten an den Verein herangetragen worden, sagt die Vorsitzende. Derzeit sind 40 Hospizhelferinnen und ein -helfer aktiv. Seit Gründung des Hospizvereins vor 15 Jahren habe man vier hospizliche Teams ausgebildet, mit jeweils zehn bis zwölf Personen.

Mit der Hilfe, Begleitung und Zuwendung für sterbenskranke Menschen und deren Angehörige übernehmen die Ehrenamtlichen eine verantwortungsvolle Aufgabe in der Gesellschaft. Sie helfen auch jenen, die mit dem Schmerz über den nahenden Tod eines geliebten Menschen womöglich alleine sind, oder denen, die in ihren letzten Stunden niemanden zum Reden haben oder sich Personen anvertrauen wollen, die eine persönliche Situation mit Abstand von außen betrachten können. „Sterben und Trauer in unserer Gesellschaft einen Platz zu geben“, so ist ein Merkmal der Arbeit auf der Internetseite des Vereins beschrieben. An anderer Stelle heißt es: „Die Hospizidee steht für ‘Dem Sterben (wieder) ein zu Hause geben’. Leben bis zuletzt, in der eigenen, vertrauten Umgebung, umgeben von geliebten Menschen und mit einfühlsamer Unterstützung von Hospizhelferinnen.“

Der Verein in Neukirchen-Vluyn ist im Jahre 2001 gegründet worden. Derzeit ist die Hospizhelferin Simone Frobel dabei, sich als Ko-Koordinatorin ausbilden zu lassen. Sie soll künftig Bärbel Bous entlasten, die als Hospiz-Koordinatorin weitreichende Aufgaben zu erfüllen hat.

Bei der Mitgliederversammlung am Montagabend hat Kornelia Kuhn das Gründungsmitglied und früheren Vorstand Rudolf Weth verabschiedet, der seinen Beiratsvorsitz abgibt. Zudem blickte Kuhn in der Versammlung zurück auf das vergangene Jahr und machte einen Ausblick auf die nächste Herbstveranstaltung, die der Beirat gerade vorbereitet. Dabei soll es um das Thema „Palliativnetzwerk und/oder Suizid“ gehen.

Der Verein, der selbst maßgeblich auf Spenden angewiesen ist, hat dem Haus Sonnenschein in Rheinberg 5000 Euro gespendet. Kuhn: „Wir legen Wert auf gute Zusammenarbeit.“