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Holzum-Insolvenz: Betrieb in Neukirchen nicht betroffen

28.12.2013 | 10:00 Uhr
Holzum-Insolvenz: Betrieb in Neukirchen nicht betroffen
Foto: Gisela Weißkopf

Neukirchen-Vluyn/Rees. Entwarnung im Gewerbegebiet Neukirchen: Der Betrieb Holzum-Koch ist nicht insolvent. Der frühere Besitzer Johannes Holzum hat für seine Firma Holzum GmbH mit Sitz an der Empeler Straße in Rees zwar gestern um 11.30 Uhr beim Amtsgericht Kleve den Insolvenzantrag gestellt. Fakt ist aber: Die frühere Filiale an der Weserstraße in Neukirchen ist davon nicht betroffen – weil sie zum 1. September dieses Jahres an den früheren Mitarbeiter Andreas Koch verkauft worden ist und somit eigenständig funktioniert, wie Koch gestern Abend noch einmal gegenüber der Redaktion bestätigte: „Wir sind komplett unabhängig von der GmbH.“

Es werde sich vielleicht im Laufe der Zeit herausstellen, wie Kunden und Lieferanten reagieren, sagte Koch. Die Lieferanten sind zum Teil die gleichen wie vor dem Verkauf. Aber grundsätzlich ist der neue Besitzer entspannt und blickt zuversichtlich in die Zukunft: Neben den bekannten Angeboten, die wie auch beim früheren Mutterunternehmen in Rees zu bekommen sind, setzt die Firma Holzum-Koch in Neukirchen-Vluyn auf eine breitere Angebotspalette. Diese soll bereits zum Frühjahr des kommenden Jahres erweitert werden. Die erste Ware ist schon da. Zudem möchte Andreas Koch unter anderem auch die Sauna-Sparte intensivieren, um Angebote für die kalte Jahreszeit vorzuhalten.

„Schritt für Schritt“ werde man die Änderungen umsetzen, kündigt Koch an. Dass er den Namen Holzum als Teil seines Firmennamens behalten hat, erklärt sich aus dessen Bekanntheitsgrad. Auch das Logo hat man zunächst nur leicht geändert. Noch ist der Inhaberwechsel ja recht jung – nachdem die beiden Vertragspartner bereits seit zwei Jahren darüber im Gespräch waren, wie es hieß. Bei Holzum-Koch in Neukirchen arbeiten die zehn Mitarbeiter nun wie gewohnt weiter.

Das Gerücht, dass die Holzum GmbH in Schwierigkeiten steckte, hatte in Rees seit Wochen die Runde gemacht. Nun der Insolvenzantrag. Bereits für 16 Uhr hatte sich der Insolvenzverwalter angekündigt. „Ich hoffe, dass das Konzept, das ich ihm vorstellen werde, tragfähig ist“, sagt Johannes Holzum. Denn eines will der 61-Jährige Unternehmer auf jeden Fall: weitermachen. Und: So viele Mitarbeiter wie möglich weiterbeschäftigen beziehungsweise in einer anderen Firma unterbringen.

Die Ursache für das Trudeln in Rees sieht Holzum vorrangig im schlechten Wetter begründet. Nun will sich die Holzum GmbH, Standort Rees, gesund schrumpfen. „Ich werde, falls mein Konzept umgesetzt werden kann, nicht alle Mitarbeiter halten können“, ist sich Johannes Holzum bewusst. Aber er will dort retten, was zu retten ist.

Maria Raudschus und Sonja Volkmann



Kommentare
28.12.2013
17:45
Holzum-Insolvenz: Betrieb in Neukirchen nicht betroffen
von doc_compi | #2

@ Kreuzenstein
Mag Ihr Vorurteil auch sonst noch so berechtig sein, hier liegen Sie falsch. Holzum-Koch konnte schon immer bei Internet-Preisen mithalten. Und bei der Produktpalette die Holzum-Koch verkauft, sind die Lieferpreise exorbitant. Also Thema verfehlt. Nicht jeder Einzelhändler stirbt durch das Internet. Es kann auch um Vorteil genutzt werden

4 Antworten
Holzum-Insolvenz: Betrieb in Neukirchen nicht betroffen
von Kreuzenstein | #2-1

Dem muss ich leider widersprechen , mit Internethandel und andern Anbietern , konnte Holzum nicht mithalten . Das Problem soll laut Insider woanders liegen ..
Wünsche nur das die Angestellten nicht darunter leiden m üssen

Holzum-Insolvenz: Betrieb in Neukirchen nicht betroffen
von doc_compi | #2-2

Bitte informieren Sie sich doch bitte vorher. Holzum GmbH war nicht gemeint. Direkte Preise vergleichen im Laden und Verhandlung mit dem Verkäufer waren immer erfolgreich. In Neukirchen-Vluyn, was in Rees war kann ich nicht beurteilen.

Holzum-Insolvenz: Betrieb in Neukirchen nicht betroffen
von Kreuzenstein | #2-3

Info - aus Firmeninternena - mehr wird nicht verraten - Rees -

Holzum-Insolvenz: Betrieb in Neukirchen nicht betroffen
von doc_compi | #2-4

Genau aus diesem Grund halte ich meine Aussage aus eigener Erfahrung und dies mehrmals aufrecht. In NV konnte meiner Erfahrung nach immer mit Internetpreisen mitgehalten werden. Und Versandkosten für den überwiegenden Teil der Produkte verteuern die Internet-Preise dermaßen, das das auch nicht übermäßig schwierig für die Verkäufer ist. Selbst lokale Mitbewerber unterbieten selten dortige Preise.

28.12.2013
11:16
Holzum-Insolvenz: Betrieb in Neukirchen nicht betroffen
von Kreuzenstein | #1

Ab zum Fachhandel , hier lass ich mich bei einer guten Tasse Kaffee erstmal beraten ,
das Personal ist höflich , hat auch das nötige Fachwissen , wird vom Firmeninhaber entsprechend den Tarifverträgen incl. Urlaub und Weihnachtsgeld entlohnt .
So jetzt weiss ich ja alles, nehm ein paar gute Tips noch mit auf dem Weg.
Ab an den Computer und schnell bei einem Internetversand bestellen , die Ware ist zwar nicht auf Lager - ich habe ja Zeit - mein Verkäufer hat evtl kein Gewerbe , mir doch egal , ach was ist bei Reklamationen , ich versuche es dann beim Fachhandel .
Da ist es doch kein Wunder , das Fachhandel nicht mehr finanziell auf gesunden Beinen stehen kann ,
Ich würde für jede Beratung entlohnen lassen , kann beim Kauf verrechnet werden .
Hoffentlich ersticken manche am Geiz ist geil Gefühl .

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