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Holderberg mit Blick auf den Dom

08.02.2009 | 20:11 Uhr

KARNEVAL. Der kölsche Einschlag war weder zu übersehen noch zu überhören. Mehr Bilder unter www.derwesten.de/moers.

"Da simmer dabei": 2 500 Närinnen und Narren können sich nicht irren! Karneval in Holderberg ist klasse. (Bilder: Heiko Kempken)

MOERS. Willkommen in der stimmungsgeladenen Helau-Hölle Holderberg!

Ein riesiges Festzelt mit Sternenhimmel wurde errichtet und los ging die Fete. Damen-, Herren- und Galasitzung an drei Tagen aufeinander, fast 2 500 Narren unterhalten und beköstigen, das ist in Holderberg gar kein Problem. Krönender Abschluss der Festtage war die Galasitzung am Samstag. Präsident Heinz-Gerd "Hacky" Hackstein begrüßte um die 800 fantasievoll kostümierte, singende und tanzende Jecken. Karneval in Holderberg ist aber etwas anders, als man es sonst in der karnevalistischen Grafschaft gewohnt ist. Hier beherrscht Köln die Szene. Es war für die Narren manchmal problematisch zwischen Helau und Alaaf zu unterscheiden.

Von der KG Fidele Zunftbrüder aus Köln waren die "Zunft-Müüs" angereist. Ein Tanzcorps der ganz besonderen Klasse. Wurfakrobatik mit "fliegenden" Mädels. Bei Klängen köllscher und brasilianischer Melodien war das Dach des Riesenzeltes fast zu niedrig, mit solch einer Wurfkraft wurden die Mädchen gen Himmel katapultiert.

Höhner, Bläck-Fööss und Paweier

Jetzt war das Festzelt in der besten Stimmung, um die "Oedingsche Jonges" zu empfan-gen. Seit Jahren begeistert die Truppe mit Frontsänger Willi van Lierop die Säle. Musik der Kölner Bands, wie Höhner, Black-Föös oder Paweier. Ein Hit jagte den anderen und die Stimmung schaukelte sich hoch. Wer glaubte, nur Kölner Künstler zu sehen, wurde eines Besseren belehrt.

Das schöne Siegburg war mit seinem Tanzcorps Blau-Weiss vertreten. Musikzug, Garden und Tanztruppe marschierten in einer fast nicht enden wollenden Reihe auf. Fast 100 Jecken bevölkerten die Bühne. Immer wieder beliebte Karnevals-Lieder bis hin zu Willi Ostermann, ein sensationeller Genuss für Auge und Ohr. Hoher Besuch aus der Grafschaft: Beide Prinzenpaare machten ihre Aufwartung und Prinz Kurt meinte begeistert, er sei jetzt schon an den letzten drei Tagen hier gewesen und er würde auch gern zum Frühschoppen einkehren. Darauf Hackstein: "Kommt alle, ab morgen brauchen wir jeden Mann zum Aufräumen."

Dann gab´s plötzlich Stromausfall! Alle Verantwortlichen flitzen hin und her, nach zehn Minuten wurde es wieder hell und die Fete ging weiter. Ruud Koedooder aus Holland startete mit seiner Comedy-Show eine wirklich lustige Nummer und die Kölschen Biester, die drei jungen Damen aus Köln begeisterten mit Karnevalsliedern im Disco-Sound.

Bauchredner Klaus Rupp-recht aus Moers-Asberg mit seinem frechen Affen Willi schaffte es zu vorgerückter Stunde, das Publikum noch einmal zu mobilisieren.

HANS PETER ENGFELD

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