Hochschule soll kommen
25.10.2007 | 20:17 Uhr 2007-10-25T20:17:15+0200KOMMUNALPOLITIK. Moers möchte sie. Ballhaus soll sich nun mit den anderen Bürgermeistern abstimmen. Reimann: Keine "Moers-Allergie".
MOERS. Eine Hochschule in der Region Moers - das ist der einhellige Wunsch der politischen Parteien. Im Hauptausschuss verabschiedeten die Fraktionen einstimmig einen - leicht geänderten - Antrag der CDU und beauftragten Bürgermeister Norbert Ballhaus, so schnell wie möglich eine Bewerbung auf den Weg zu bringen.
Ballhaus soll mit den Bürgermeistern der anderen "Wir4"-Städte Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg über eine gemeinsame Bewerbung verhandeln. "Allein haben wir keine Chance", sagte der FDP-Fraktionschef Otto Laakmann, der die Chancen bereits bei seinen Parteifreunden in der NRW-Landesregierung sondiert hat. Im Übrigen sei ein schlecht vorbereiteter Schnellschuss nicht notwendig. Das Auswahlverfahren beginne im Frühjahr. Brigitte Glocker (CDU) forderte, bei der Bewerbung allerdings, Moers voranzustellen. Die Stadt dürfe durchaus ihre eigenen Interessen vertreten: "Das tun die anderen auch." Karl-Heinz Reimann warnte dagegen, bei den Partnern eine "Moers-Allergie" hervorzurufen; gemeinsamen Erfolg werde es nur geben, wenn sich die anderen Städte nicht von Moers dominiert fühlten. Reimann: "Das hängt nun vom Geschick unseres Bürgermeisters ab."
"Leitbild" ist verabschiedet
Einigkeit herrschte auch bei der Verabschiedung des lange diskutierten "Leitbildes für Moers 2020". Lediglich bei der Einrichtung des Nachhaltigkeitsbeirats gab's Meinungsunterschiede: SPD, FDP und Grüne sowie CDU-Fraktionschefin Petra Rennicke, stimmten dafür, der Rest der CDU-Fraktion und die FBG waren dagegen. Der Beirat wird die im Leitbild vereinbarten Ziele verfolgen und darauf achten, dass das Handeln auf diese Ziele ausgerichtet wird. (wit)
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