Hilfe für den Asbär

Moers..  Der Asbär ist beliebt. In der offenen Kindereinrichtung für sechs- bis 14-jährige im Stadtteil Asberg ist immer viel los, in letzter Zeit manchmal auch zuviel.

Rund 50 Kinder, so teilt die Stadt mit, kommen etwa täglich in die Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt. Mit dem Anstieg der Flüchtlingszahlen ist in letzter Zeit auch die Zahl der Kinder noch einmal angestiegen, die den Asbär regelmäßig besuchen. Und: mit weiteren Flüchtlingen und Flüchtlingskindern ist kurzfristig zu rechnen.

Schon allein die Zahl der jungen Besucher und Besucherinnen bringt mehr und mehr Probleme mit sich. Doch das Asbär-Personal stößt zum Beispiel auch an Sprachgrenzen bei Flüchtlingskindern. Viele dieser Kinder bringen auch Erfahrungen aus ihren Herkunftsländern mit, die sie noch nicht verarbeitet haben.

Probleme in Eigenregie gelöst

Die Betreuung der Asbär-Kinder ist intensiv und das Team leistet viel. Viele Probleme konnte so bereits in Eigenregie gelöst werden. Doch die Entwicklung der vergangenen Monate hat dazu geführt, dass die gewachsenen Anforderungen mit dem vorhandenen Personal nicht mehr bewältigt werden können. Seit Januar wird das Asbär-Team von einer Honorarkraft unterstützt, doch nach wie vor ergeben sich Engpässe.

Forderung nach Tempo 30

Deshalb hat der Sozialausschuss am Dienstag einstimmig eine halbe Planstelle für eine sozialpädagogische Fachkraft beschlossen. Die neue Kollegin kann das Asbär-Team bereits ab 1. Juli unterstützen. Die Stelle wird mit städtischen Mitteln bezuschusst, die zunächst auf ein Jahr befristet sind. Drei Monate vor Ablauf der Befristung soll die Awo als Träger über die Entwicklung berichten.

Ursula Elsenbruch (SPD), die Vorsitzendes des Sozialausschusses, wiederholte am Dienstag ihre Forderung, die Höchstgeschwindigkeit auf der Straße vor der Einrichtung auf 30 Stundenkilometer zu begrenzen. So sollen Gefahren für Kinder reduziert werden.