Haus für Wohnungslose in Meerbeck

Was wir bereits wissen
Das Haus an der Warndtstraße 4 in Meerbeck gab es schon länger. Jetzt wurde der Bau aus der Jahrhundertwende komplett saniert und modernisiert.

Moers..  Das Haus für Wohnungslose an der Warndtstraße 4 in Meerbeck gab es schon länger. Jetzt ist der Bau aus der Jahrhundertwende komplett saniert und modernisiert worden. Dort sollen ab dem 1. Juli wieder Menschen, die beispielsweise aus der Haft entlassen werden und nicht wissen wohin, eine zeitgemäße Unterkunft finden. Das alles wird betreut von Fachkräften des Caritas-Verbandes Moers-Xanten.

Einst Knappenwohnheim

Das Gebäude stammt noch aus der Zeit, als die angrenzende Zechensiedlung gebaut wurde und diente der RAG einst als Knappenwohnheim. Entsprechend war der Zustand: „Das Haus ist nun komplett gedämmt, hat neue Fenster und Decken. Auch eine neue Heizung gibt es“, schildert Henric Peeters vom Caritasverband Moers-Xanten. Eigentümer und Vermieter des Hauses sei der Sozialdienst katholischer Männer (SKM), der das Objekt in den 70er Jahren von der RAG erwarb.

Neu ist auch, dass statt bisher 26 demnächst nur noch 13 Bewohner im Haus an der Warndtstraße leben werden. Denn jeder bekommt ein eigenes kleines Appartement mit einem Wohnraum, einer Diele und einem Bad. Und: Von den 13 Appartements sind drei barrierefrei und liegen im Erdgeschoss. Wichtig: „Das Haus ist kein Wohnheim“, unterstreicht Peeters. Die Wohnungen hätten daher eher den Charakter von Studentenappartements. Dazu käme, dass es bis hinauf nach Weselkeine vergleichbare Unterkunft für diese Zielgruppe gebe.

„Die Bewohner werden sich hier allein versorgen und das Wohnen hier üben“, sagt Peeters. Zwei Betreuer der Caritas sehen nach dem Rechten und kümmern sich auch um solche Dinge wie beispielsweise Arbeitsplätze. Dazu gibt es einen Büroraum und einen Besprechungsraum.

Das Haus ist jedoch nach wie vor als Übergangsunterkunft gedacht. „Nach einigen Monaten sollen die Mieter so weit sein, in eine Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt zu ziehen.“ Auch dann werden sie noch von den Fachleuten der Caritas betreut, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

Jetzt bewerben

Rund eine Million Euro wurden für das Projekt benötigt. „Wir standen vor der Alternative, abzureißen und neu zu bauen oder alles zu sanieren“, sagt Peeters. Man habe sich aus Kostengründen und auch, weil es mehr Fördermittel dafür gegeben habe, für die Sanierung entschieden.

Die Kosten kämen durch die Mieten wieder herein, was auch mit der Arge so besprochen worden sei.

Ab sofort können Interessierte wie beispielsweise Haftentlassene sich bei der Caritas oder dem SKM um einen Platz bewerben. Auch soziale Institutionen wie Drogenberatungen oder Schuldnerberatungen können für Betreute um Wohnraum nachfragen. Sechs bis sieben Anfragen liegen bereits vor.

Die offizielle Einweihung findet am 15. August ab 11 Uhr statt. Bezugsfertig sind die Appartements bereits ab 1. Juli.