Hatice Akyün liest in Moers

Die Journalistin Hatice Akyün liest in der Stadtbücherei Moers aus ihrem Buch.
Die Journalistin Hatice Akyün liest in der Stadtbücherei Moers aus ihrem Buch.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi

Moers..  Hatice Akyün, die deutsch-türkische Autorin der etwas anderen Art: „Bin doch nur ich; das Pottmädchen“, sagte sie selbst über sich in der Lesung in der Stadtbücherei Moers am Donnerstag.

Aufgewachsen ist die nun 45-Jährige in Duisburg in einer Zechenhaussiedlung und hat dort einiges erlebt. In ihrem Buch „Verfluchte anatolische Bergziegenkacke“ berichtet sie davon. Ob es nun das nicht-gefeierte Weihnachtsfest mit den Neujahrsgeschenken zum 24. Dezember ist oder die Geschichte, warum Frau Akyün Frau Wollweiß wurde.

Überraschung am Donnerstag in Moers, als Hatice Akyün plötzlich sagt: „Wissen Sie, ich werde so oft fotografiert, jetzt muss ich sie ‘mal fotografieren!“ Schnell zückte sie ihr Handy und fotografierte die Anwesenden. Sie war hellauf begeistert, dass ihre Lesung so gut besucht war und schickte das Bild sogleich an ihre Eltern.

Aber dies war nicht die einzige Besonderheit dieses Abends. Die Organisatorin Mirella Weber von der Moerser Gesellschaft zur Förderung des literarischen Lebens überraschte Hatice Akyün mit einem besonderen Gast im Publikum. Ihr ehemaliger Deutschlehrer aus Kindheitstagen war extra für sie zur Lesung eingeladen worden. Das Wiedersehen war sehr berührend.

Die sehr humorvollen, von ihr im Buch veröffentlichen, Anekdoten sind reale Erlebnisse der 45-jährigen. Sie sind, das fanden auch die Zuhörer am Donnerstag, wirklich einladend und sehr lebhaft geschrieben. Jede der Erzählungen ist am Ende mit einem Zitat ihres Vaters oder ihrer Mutter als Pointe versehen. Es war ein sehr interessanter und lustiger Abend für alle Beteiligten.