Hans Gerd Rötters soll ganz zu Enni wechseln

Hans-Gerd Rötters (i
Hans-Gerd Rötters (i
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Bürgermeister Christoph Fleischhauer schlägt den Ersten Beigeordnete der Stadt für den Posten des hauptamtlichen Vorstandsvorsitzenden vor

Moers..  An den Spitzen der Stadt Moers und des städtischen Tochterunternehmen Enni AÖR zeichnen sich tiefgreifende personelle Veränderungen ab. Nach NRZ-Informationen soll der Erste Beigeordnete, Hans-Gerd Rötters, das Rathaus verlassen und hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender bei Enni werden. Wann sein Amt als Beigeordneter wiederbesetzt wird, ist noch offen.

Wie aus gut informierten Kreisen verlautet, will Bürgermeister Christoph Fleischhauer den Veränderungsvorschlag auf der Verwaltungsratssitzung der Enni am 27. April unterbreiten. Heinz-Gerd Rötters gehört dem Vorstand als Vertreter der Stadt bereits seit 2009 an, formal mit einem Drittel seiner Stelle. Tatsächlich aber ist die Beanspruchung offenbar erheblich höher, zumal Enni in den vergangenen Jahren etliche Aufgaben von der Stadt übernommen hat. Zuletzt wurde Anfang des Jahres, wie berichtet, der Technische Beigeordnete Lutz Hormes zum hauptamtlichen Enni-Vorstandsmitglied bestellt. Mit ihm wechselten 25 Mitarbeiter aus dem Planungsdezernat an den Jostenhof. Nun sind sich Rötters und Bürgermeister Fleischhauer einig, dass auch der zweite Vorstandsposten – verbunden mit dem Vorsitz – zu hundert Prozent Enni sein soll. Stimmt der Verwaltungsrat zu, bekommt er einen Vertrag über fünf Jahre.

Der Plan scheint prinzipiell die Zustimmung der Parteien im Enni-Verwaltungsrat zu finden. Hans-Gerd Rötters, der als Erster Beigeordneter auch stellvertretender Verwaltungschef ist, habe sein Dezernat mit den Bereichen Schule, Kultur und Sport sowie bis 2009 Soziales geschickt geführt und ein gutes Gespür für die Besetzung von Führungspositionen bewiesen. Zudem sei er durchsetzungsfähig, „vernetzt wie kein Zweiter“ und habe als schon Teilzeit-Vorstand bei Enni bewiesen, dass er auch diesen Job beherrsche.

Fragt sich, was mit dem frei werdenden Posten von Rötters im Rathaus wird. Die SPD hat laut Kooperationsvereinbarung das Vorschlagsrecht, was sie aber womöglich nicht sofort wahrnehmen wird. Dem Vernehmen nach will Bürgermeister Christoph Fleischhauer Rötters’ Arbeitsbereiche für mindestens ein Jahr auf die drei übrigen Dezernenten verteilen. Darüber hinaus gibt es die Forderung, die Stelle bis 2017 nicht zu besetzen. In diesem Jahr läuft der Vertrag der Beigeordneten Kornelia zum Kolk aus, was die Politik ohnehin nutzen will, um die Zahl der Dezernenten im Verwaltungsvorstand von vier auf drei zu reduzieren. Dann soll einer von ihnen auch die Funktion des Ersten Beigeordneten übernehmen.